Sekunden fehlen | TSV Haunstetten schrammt knapp am Punktgewinn in Waldbüttelbrunn vorbei

Den Bayernligamännern des TSV Haunstetten gelingt bei der favorisierten DjK Waldbüttelbrunn fast der überraschende Punktgewinn.Am Ende fehlen nur Sekunden zum Ausgleich.Haunstetten_tsv-Logo-schraeg_klein Sekunden fehlen | TSV Haunstetten schrammt knapp am Punktgewinn in Waldbüttelbrunn vorbei Augsburg Stadt Handball News News Sport DJK Waldbüttelbrunn TSV Haunstetten Handball | Presse Augsburg

Haunstetten musste vor der schweren Auswärtspartie in Unterfranken mehrere personelle Rückschläge verkraften. Neben den Langzeitverletzten Moritz Müller und Lukas Rembold fielen auch Abwehrchef Johannes Wiesner und Routinier Markus Schaudt verletzt aus. Des Weiteren musste Anselm Walker aufgrund studienbedingt passen. Die beiden A-Jugendlichen Felix Besel und Joseph Kienle rutschten dafür in den Kader; vorweggenommen kann man sagen, dass beide ihre Sache an diesem Abend vorzüglich machten.

Das Spiel startete zunächst ausgeglichen. Haunstetten tat sich mit dem groß gewachsenen Kreisläufer des Gastgebers schwer, konnte aber im Gegenzug mit einer beweglichen Offensive und sicherem Abschluss glänzen. Doch nach einer Viertelstunde schlichen sich ungewöhnliche Fehler in das Spiel der Augsburger; Fehler, die Waldbüttelbrunn im Stile einer Spitzenmannschaft nutzte und den Vorsprung nach und nach in die Höhe schraubte. 8:15 stand es in Minute 23 und jeder ging von einem unspektakulären aber sicheren Sieg für den Tabellenzweiten der Bayernliga aus. Doch Haunstetten kämpfte sich zurück und betrieb bis zur Halbzeit erste Ergebniskosmetik (12:16).
Zum richtigen Showdown wurde die Partie dann aber erst nach dem Seitenwechsel. Die Gäste spürten, dass sich Waldbüttelbrunn an diesem Tag verwundbar zeigte und das wollte man nutzen, um erstmals seit Jahren hier wieder Zählbares mitnehmen zu können. Haunstetten legte zunächst los wie die Feuerwehr. Schnell war beim 14:16 der Anschluss geschafft, den der TSVH in der Folge auch nicht mehr abreißen ließ. Leider schaffte man es aber nicht den nun verunsichert wirkenden Favoriten zu Fall zu bringen. Der hierfür benötigte Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Im Gegenteil; beim zwischenzeitlichen 23:28 (52. Minute) sah wieder alles nach einem sicheren Sieg Waldbüttelbrunns aus, doch Haunstetten steckte weiterhin nicht auf und kämpfte sicher abermals heran. In der 59. Minute dann der erneute Anschlusstreffer durch Max Schnitzlein. Die Gastgeber versuchten die Zeit von der Uhr zu spielen, scheiterten jedoch mit ihrem Wurfversuch knapp 15 Sekunden vor dem Ende. Haunstetten eilte noch einmal schnell nach vorne, doch brachte man keinen vernünftigen Abschluss mehr zustande. Bitter enttäuscht musste man dem Gegner zum knappen 28:29-Sieg gratulieren.

„Einem Punktgewinn in Waldbüttelbrunn waren wir schon viele Jahre nicht mehr so nahe wie heute,“ so die Meinung von Alex Rothfischer nach der Partie, der hinzufügte: „Am Ende hätten wir aufgrund unseres Kampfes einen Punkt verdient gehabt, auch da wir über die ganze Zeit ebenbürtig waren. Letztlich haben wir Mitte der ersten Halbzeit wieder selbst ein paar Fehler zu viel gemacht.“ Das sah auch Co-Trainer Ebert so: „Waldbüttelbrunn hat uns heute maßlos unterschätzt. Das wäre für sie fast in die Hose gegangen. Wir können mit der gezeigten Leistung und dem Einsatz zwar zufrieden sein, müssen uns aber hinsichtlich der unerklärlichen Leichtsinns- und Konzentrationsfehler in Halbzeit eins ärgern. Wir waren spielerisch kein bisschen schlechter, aber plötzlich mit 7 Toren in Rückstand. Da wird es dann auswärts gegen jede Mannschaft, erst recht gegen ein Spitzenteam wie Waldbüttelbrunn, schwer bis unmöglich. Wirklich schade, denn da war heute mehr drin, als wir uns vorher selbst erhofft hatten.“

Besser machen, kann und muss es das Team in zwei Wochen. Dann erwartet man zuhause den Gast des neuformierten Vereins HT München (ehemals TSV Unterhaching). Die Münchener liegen mit aktuell 6 Punkten und einem Spiel weniger direkt hinter Haunstetten. Das dies so bleibt, muss das Ziel sein.

TSV: Rothfischer, Fischer (Tor); Schnitzlein, Zimmerly (je 5); Smotzek (4/4); Jankrift, Singer (je 4); Besel, Kienle, Manz (je 2); Buck, Gaedt