Am gestrigen Nachmittag fiel ein 92-jähriger Mann aus Neuburg einem dreisten Betrug zum Opfer. Durch einen sogenannten Schockanruf erbeuteten unbekannte Täter 15.000 Euro. Der Anruf kam von einem vermeintlichen Polizisten mit dem Namen „Wagner“. Dieser behauptete, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden und der Senior sei ebenfalls in Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden. Der falsche Polizist forderte den Mann auf, seine Wertgegenstände und sein Geld zur Sicherheit an einen Boten der Polizei zu übergeben. Der Senior folgte dieser Anweisung und deponierte gegen 13 Uhr die Summe von 15.000 Euro neben dem Gartentor seines Hauses.
Unbekannter Täter und Fahrzeug in der Nähe
Gegen 16 Uhr beobachtete der Senior, wie ein etwa 175 cm großer, circa 35-jähriger Mann mit dunkler Hautfarbe das Geld an sich nahm und flüchtete. Zeitgleich fiel dem Rentner in der Umgebung Flachslandenstraße zur Englisch-Garten-Siedlung ein taxiähnliches, in der klassischen cremefarbenen Taxifarbe lackiertes Fahrzeug auf. Die Ermittler schließen nicht aus, dass dieses Fahrzeug in Verbindung mit dem Diebstahl steht.
Kriminalpolizei Ingolstadt bittet um Hinweise
Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die Informationen zu dem Vorfall oder dem beschriebenen Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0841-9343-0 zu melden.
Wichtige Sicherheitshinweise der Polizei
Die Polizei rät dringend, bei unsicheren Anrufen das Gespräch sofort zu beenden. Betrüger täuschen häufig Polizeinummern vor – echte Polizisten rufen niemals unter der Notrufnummer 110 an. Bei Unsicherheiten sollte immer die Nummer 110 gewählt werden, jedoch nicht die Rückruftaste genutzt werden. Auch sollten keine finanziellen Details am Telefon besprochen und niemals Geld an Unbekannte übergeben werden. Betroffene sollten immer eine Vertrauensperson hinzuziehen und über die Notrufnummer 110 die Polizei informieren. Es wird empfohlen, auch Angehörige über solche Betrugsmaschen zu informieren, um sich vor dem Vorgehen der Täter zu schützen.


