Wenn am Freitag in München die Fußballeuropameisterschaft eröffnet wird, dann wird Schwaben ein Teil des kontinentalen Vergleichs sein. Während Ungarn in Weiler-Simmerberg im Allgäu sein Quartier aufgeschlagen hat, ist Serbien während des Turniers in Augsburg zu Gast.

Am Mittwoch hatten 2.800 Zuschauer die Möglichkeit, die Mannschaft bei einem öffentlichen Training zu verfolgen, viele mehr hätten zuschauen wollen. Die serbischen Fußballfans waren extra dafür aus dem gesamten süddeutschen Raum angereist, aus München, Ulm, Heidelberg, Heidenheim und natürlich viele aus Augsburg.
Die Begeisterung war groß, immer wieder versuchten jugendliche Flitzer auf das Feld zu kommen, um ihren Stars nahe zu sein. Die Serben hoffen auf ein gutes Abschneiden ihrer Mannschaft bei der ersten EM-Teilnahme. Die Euphorie der Serbien ist gigantisch.

Zahlreiche international erfahrene Spieler bilden das Team
Ganz ohne Chance auf ein gutes Turnier ist Serbien sicher nicht. Die Adler qualifizierten sich als Gruppenzweiter hinter Deutschlands Vorrundengegner Ungern direkt. Mit Stars wie Dusan Vlahovic von Juventus Turin, Rekordnationalspieler Dusan Tadic von Fenerbahce Istandbul oder den aus der Bundesliga bekannten Kostic, Jovic und Gazinovic scheint man eine Chance zu haben. Der frühere FC Augsburg-Stürmer Dragan Antic, er ist ein guter Freund von Nationaltrainer Dragan Stojkovic, jedenfalls traut dem Team einiges zu: „Ich denke, dass wir weit kommen, Halbfinale Minimum. Die Mannschaft ist komplett gut“.

Bei den beiden Gruppenspielen in München gegen Slowenien und Dänemark wird es zudem an Unterstützung durch Landsleute nicht fehlen, zahlreiche Serben leben in Süddeutschland und im nahen Österreich.
Wie weit Talent und Begeisterung reichen, wird sich ab Sonntag zeigen müssen. Die Adler werden dann in Gelsenkirchen gegen England das erste Mal bei einer Europameisterschaft gefordert sein (21 Uhr).
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