Das ist bitter! Bis in die Nachspielzeit hatte sich der FC Augsburg durch eine engagierte Leistung einen Punkt gegen Mainz 05 verdient, am Ende wurde daraus nichts. Der eingewechselte Lee erzielte in der letzten Minute der Zusatzschicht das entscheidende 1:2 für die Gäste.  Es war die erste Heimniederlage gegen die Rheinhessen nach sechs Siegen in Serie gegen diesen Gegner.

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Foto: Andreas Klein

Nach dem ersten Saisonsieg in Leverkusen wollte der FC Augsburg zuhause gegen Mainz 05 nachlegen, von einer breiten Brust nach dem ersten Erfolg über Werkself in der Bundesliga war zu Spielbeginn allerdings wenig zu sehen. Die Mannschaft von Enrico Maaßen präsentierte sich vorsichtig und ohne großen Zug zum gegnerischen Tor. Eine gute halbe Stunde bekamen die 23.755 Zuschauer so einen bemühten, zweikampfintensiven aber an Höhepunkten armen Kick zu sehen. Dies sollte sich schlagartig ändern. Nach einem Abschlag vom Mainzer Tor kam der Ball von nach einem Doppelpass über Fulgini zurück zu Onisiwo, der aus zentraler Position keine Mühe hatte zum 0:1 einzuschießen. Eine kalte Dusche, die den FCA wecken sollte. Und wie! Demirovic konnte eine Udoukhai-Hereingabe sehenswert mit der Hacke an Robin Zentner vorbei zum schnellen Ausgleich über die Linie befördern (35.). Die Treffer gaben den beiden Mannschaften frische Energie, spektakulärer wurde die Begegnung dadurch allerdings nicht.

Auch nach dem Seitenwechsel sollte sich daran wenig ändern. Strafraumszenen sollten in einer ruppigen, von Zweikämpfen und Foulspielen geprägten Partie weiterhin Mangelware bleiben. Einer dieser Zweikämpfe führte dann auch zur besten Torgelegenheit im zweiten Durchgang. Gruezo traf Burkhardt im Strafraum am Fuß, Strafstoß für Mainz 05. Wie in der Vorwoche sollte nun die Heldenrolle wieder Keeper Gikiewicz zukommen. Einen auf dem regennassen Boden eher schwachen Versuch von Aaron konnte der Pole festhalten. Eine Leistung, die der Schlussmann mit einer eindeutigen Geste zu den Diskussionen um einen neuen Torhüter feierte.

Der FCA hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Ballbesitz, die Nullfünfer waren aber näher am zweiten Treffer. Augsburg hielt mit einer konzentrierten Defensivarbeit dagegen.

„Das Ende war richtig bitter“ | Die Stimmen zur Niederlage des FC Augsburg gegen Mainz

Sechsmal in Folge gingen die Schwaben aus Heimspielen gegen Mainz als Sieger vom Feld, heut ging es in der Schlussphase in erster Linie darum, den einen Punkt zu sichern. Mit dem erst unter der Woche verpflichteten Baumgartlinger und Caligiuri (beide 34 Jahre) brachte FCA-Coach Maaßen deshalb auch geballte Erfahrung für die letzten Minuten auf das Feld. Fast hätte es geklappt, hätte Mainz nicht in der letzten Minute der Nachspielzeit durch einen Kopfball von Lee doch noch die Serie beendet. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, der Ball war vor dem zum Treffer führenden Eckball nicht ruhig gelegen. Bitter für den FC Augsburg, der sich aufgrund der kämpferischen Leistung einen Punkt durchaus verdient gehabt hätte.

FC Augsburg:  Gikiewicz – Bauer, Gouweleeuw, Uduokhai – Gruezo (85. Baumgartlinger), Pedersen (85. Caligiuri), Iago, Rexhbecaj, Maier (68. Vargas) – Jensen (68. Pepi), Demirovic (71. Hahn)

Mainz 05 : Zentner – Bell, Hack, Leitsch – Widmer (75. Fernandes), Kohr, Aaron, Stach (89. Barrairo), Fulgini (68. Lee) – Burkardt (75. Burgzorg), Onisiwo (89. Mustapha)

Tore: 0:1 Onisiwo (31.), 1:1 Demirovic (35.), 1:2 Lee (90. +3)

Gelbe Karten: Gouweleeuw, Rexhbecaj, Gruezo | Bell, Burkardt,

Besonderes Vorkommnisse: Gikiewicz (FCA) hält einen Strafstoß von Aaron

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 23.755