Die Derbyzeit ist angebrochen für die Friedberger Handballer. Am Samstag ab 20 Uhr sind sie beim Nachbarn in Haunstetten zu Gast.

Das vorletzte Saisonspiel hat es in sich für den TSV. Die Aufgabe bei den Augsburgern, die mitten drin stecken im Abstiegskampf, ist voller Brisanz. Haunstetten belegt momentan den letzten Abstiegsplatz und hat den schlechteren direkten Vergleich mit den Konkurrenten aus Lohr und dem HT München, der einen Zähler Vorsprung hat. Die Lage ist angespannt, angesichts des Restprogramms sieht es wohl so aus, als müsste Haunstetten seine beiden verbleibenden Partien gewinnen, um den Abstieg in die Landesliga zu vermeiden. Für die Haunstetter-Männer gibt es in ihren beiden Finalspielen deshalb nur noch ein Motto: „Sieg oder Abstieg“.

Nach zwölf Jahren Bayernliga droht den Rot-Weißen, auch aufgrund der Neustrukturierung der 2.Bundesliga, die Rückstufung in die Landesliga. Gegen den Lokalrivalen Friedberg und eine Woche später gegen die Bundesliga-Reserve aus Rimpar könnten im schlimmsten Fall nicht einmal mehr zwei Siege reichen, da vier Absteiger sicher sind und der TSVH, wie oben bereits erwähnt, gegenüber der Konkurrenz auch den schlechteren direkten Vergleich ausweist.

Für Trainer Michael Rothfischer ist „die Messe noch lange nicht gelesen“: „Wir klammern uns an jeglichen Strohhalm, und selbst wenn es angesichts der beiden Hochkaräter für uns ganz schlecht aussieht, werden wir alles uns Mögliche einbringen.“ Dass seine Burschen durchaus konkurrenzfähig sind, bewiesen sie gerade im Hinspiel, als sie den Herzogstädtern beim 29:24 fast sensationell beide Punkte abknöpfen konnten. Eine stimmungsvolle Albert-Loderer-Halle ist am Samstagabend auf alle Fälle garantiert, zumal die Friedberger erfahrungsgemäß stets mit einer größeren Anhängerschar ihre Auswärtsreisen antreten. Die Herzogstädter möchten den Schlachtenbummlern etwas beweisen und sich für die Hinspielpleite revanchieren.

Der TSV Friedberg kann für den Samstag wieder auf Peter Haggenmüller bauen. Der Rückraumspieler ist schmerzfrei und hat alle Einheiten unter der Woche absolvieren können. Linksaußen Alexander Schneider steht ebenfalls im Kader, ist aber immer noch angeschlagen.

„Man kann einmal gegen eine Mannschaft verlieren in einer Saison“, sagte Friedbergs Trainer Fadil Kqiku. „Aber das wird uns nicht noch einmal passieren. Haunstetten braucht dringend Punkte, die Halle wird voll sein, viel steht auf dem Spiel. Das sind die Partien, auf die man sich freut, und für die man das Letzte aus sich herausholt. Meine Mannschaft ist heiß für das Derby, sie will sich für die Hinrunde revanchieren und den vielen Fans, die mitfahren nach Augsburg, etwas bieten.“

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