Siegesserie des ERC Sonthofen geht weiter – Przybyla gegen Fürstenfeldbruck mit sechs Torbeteiligungen

Sechs Tore, sechs Punkte, sechsmal Dan Przybyla: Es passiert nicht oft, dass ein Spieler bei solch einem Ergebnis an allen Toren beteiligt ist. Am Freitagabend geschah genau das: Der 24-jährige Tscheche besiegte die Gäste aus Fürstenfeldbruck quasi im Alleingang. Und wenn es vor dem Sonthofener Kasten mal brenzlig wurde, hatten die Schwarz-Gelben mit Fabian Schütze einen starken Goalie im Kasten. 750 Zuschauer feierten den Spitzenreiter.

Jubel
Foto: Bettina Brunner

Das erste Drittel begann ähnlich verhalten wie gegen Ravensburg. Die Schwarz-Gelben ließen den Gästen aus der Nähe von München zu viele Freiräume und leisteten sich, gerade in der Defensive, ein paar Ungenauigkeiten, die der EVF aber dank eines starken Fabian Schütze im Kasten nicht in Treffer ummünzen konnten. Es bedurfte einer starken Einzelleistung von Dan Przybyla, um den ERC in Führung zu bringen. Der 24-Jährige schnappte sich in der 11. Minute nach einem Pass von Nicolas Neuber die Hartgummischeibe und setzte über die rechte Angriffsseite zu einem unnachahmlichen Alleingang an. Er umkurvte zwei Gästeverteidiger und ließ Valentin Mohr im EVF-Tor keine Chance. 1:0!

Und auf einmal war sie da: die Selbstsicherheit in Reihen der Sonthofener. Fürstenfeldbruck hatte redlich Mühe, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Zu pucksicher und spielfreudig präsentierte sich fortan der ERC. Die Folge: In der 18. Minuten war es erneut die zweite Reihe, die einnetzte. Matyas Stransky erzielte, auf Vorlage von Robin Berger und Przybyla, das zweite Tor.

Trotz 2:0-Pausenführung war das Trainerteam um Helmut Wahl und Vladimir Kames mit dem Auftreten im ersten Drittel nicht ganz zufrieden. Die Marschroute fürs nächste Drittel lautete: einfacheres Eishockey spielen, die Pucks schneller zum Tor bringen und so noch mehr Druck auf den Kasten der Gäste ausüben.

Die Rechnung ging auf – vor allem auch dank eines an diesem Abend überragenden Przybyla, der ein ums andere Mal den Gästeverteidigern davon eilte, das 3:0 von Valentin Köcheler zusammen mit seinem Landsmann Stransky vorbereitete (23. Minute) und sechs Zeigerumdrehungen später nach einem Foul den fälligen Penalty eiskalt zum 4:0 verwertete. Wiederum sechs Minuten später erzielte David Mische das 5:0, der von einer Reihenumstellung des Trainerteams profitierte. Wieder waren es Stransky und Przybyla, die als Vorlagengeber glänzten.

Das letzte Drittel plätscherte ein wenig dahin. Der ERC wollte nicht mehr so recht, der EVF konnte nicht mehr so recht. An diesem Verlauf hatten die Referees sicherlich ihren Anteil daran und ahndeten mitunter Strafen, die bei vielen der 750 Zuschauer im Eisstadion an der Hindelanger Straße zu einem Kopfschütteln führten. Was auch immer sich die Schiedsrichter bei einigen ihrer Entscheidungen gedacht haben – einen scherte es an diesem Abend wenig: Nach dem zwischenzeitlichen 1:5 für die Gäste durch Philipp Steidle (44.) krallte sich der wieselflinke Przybyla wieder mal die Scheibe und erzielte sein drittes Tor. Eine Kopie seines ersten Treffers. Und damit ein runder Abschluss dieses sportlich erfolgreichen Abends

Nicolas Berthold