Siegesserie des FV Illertissen endet gegen die Spvgg Greuther Fürth

Einen gebrauchten Tag erlebte der FV Illertissen am Samstag in Burgfarrnbach, wo die zweite Mannschaft der Spvgg Greuther Fürth ihre Heimspiele austrägt. 4:0(2:0) hieß es am Schluß für die Gastgeber, was für die Illertisser ,nach 7 Spielen ungeschlagen, das Ende dieser Serie bedeutete.Fca Training70

Trainer Holger Bachthaler hatte dabei die Mannschaft auf 6 Positionen geändert, eine Maßnahme, die man in der neuen Fußballsprache gern als Belastungssteuerung bezeichnet. Den Illertissern steht nämlich eine englische Woche bevor, bereits morgen, Dienstag, steht das Totopokal Halbfinale in Würzburg an. Da dort die Kickers und auch die beiden letzten Gegner der Illertisser, Bayern München und jetzt die Spvgg Fürth unter Profibedingungen arbeiten, ist die Belastung für die Illertisser schon enorm. Hinzu kamen am Samstag äußerst schwierige äußere Bedingungen, denn ein oft orkanartiger Wind, dazu strömender Regen, machten die Aufgabe, allerdings für beide Mannschaften, nicht leichter. Bezeichnend, dass der zweite Fürther Treffer mit dem Pausenpfiff diesen Umständen geschuldet war. Eine Flanke von Fabian Baumgärtel, einem der fünf eingesetzten Lizenzspieler, wurde windunterstützt länger und länger und prallte dann vom langen Pfosten ins Tor. Die Führung für die Gastgeber hatte nach einer Viertelstunde Neuzugang Ricky Bornschein besorgt. Er lief mit einem Pass von Lucien Littbarski , dem Sohn von Ex-Nationalspieler Pierre Littbarski, in die Schnittstelle auf und davon traf zum 1:0. Zu dem Zeitpunkt durchaus überrschend, denn die Illertaler hatten von Beginn an die Initiative ergriffen. Sie hatten auch nach wenigen Minuten schon eine richtig gute Möglichkeit, doch Hannes Pöschl jagte die Hereingabe von Fabio Maiolo neben das Tor. Auch nach dem Rückstand ließ sich der FVI nicht entmutigen, hatte in der 22. Minute eine weitere gute Möglichkeit, doch Nicola della Schiava traf im Fallen den Ball nicht voll. Jannik Wanner versuchte es in der 36. Minute mit einem Flachschuss, doch Torhüter Semir Kaymakci lenkte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke. Schiedsrichter Steffen Ehwald hatte die Pfeife für den Pausenpfiff quasi schon im Mund, als doch noch ein Treffer fiel, nämlich wie erwähnt das 2:0 für die Hausherren. Nach der Pause probierten die Illertisser durchaus nochmal alles, Trainer Holger Bachthaler nahm nach und nach 5 Wechsel vor. Seine Mannschaft erhöhte das Tempo, musste zwangsweise mehr riskieren. So konnte Routinier Daniel Adlung  mit einem geschickten Pass Bornschein im Strafraum freispielen. Seinen Flachschuss aus acht Meter konnte gerade noch von einem FVI-Abwehrspieler geblockt werden. Trotz viel Druck in der Folge kamen die Illertisser meist nicht so recht durch, Ballverluste hemmten oft ihre Bemühungen. Dafür fingen sie in der 72. Und 74. Minute zwei Konter ein, beide Mal konnte Lucien Littbarski nahezu ungehindert zum 3:0 und 4:0 einschießen.

Niederlagenserie hält an – TSV Rain verliert auch gegen Ansbach

Fazit: Beide Mannschaften lieferten sich, trotz der widrigen Wetter- und Platzverhältnisse eine intensive Regionalligapartie. Die SpVgg nutzte zwei der wenigen Torchancen zur Halbzeitführung. In der zweiten Spielhälfte sorgte Lucien Littbarski, der Sohn vom 1990er Weltmeister Pierre Littbarski, der unter den 224 Zuschauern im Stadion weilte, mit seinen zwei Treffern für die Vorentscheidung. Der FV Illertissen hatte anschließend der spielfreudigen U 23 der SpVgg Greuther Fürth nichts mehr entgegenzusetzen. Die Trainer analysierten das Geschehen ähnlich: Petr Ruman ( SpVgg Greuther Fürth II): „Wir haben es in der letzten Woche in Buchbach gesehen, wie wichtig es ist, 1:0 in Führung zu gehen. Das 2:0 kurz vor der Pause war wichtig. Es freut mich für die Mannschaft, dass wir nach der Pause noch zwei Tore gemacht haben und zu Null spielen konnten.“Holger Bachthaler ( FV Illertissen): „Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, wie auch die eigene Leistung. Es war nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Der Sieg für die SpVgg geht in Ordnung. Wir müssen mit der Niederlage richtig umgehen und den Fokus wieder auf die nächste Woche legen.“ Seine Mannschaft hat kaum Zeit zu verschnaufen, denn bereits morgen, Dienstag(19.00) geht es zum Pokal Halbfinale nach Würzburg und kommenden Samstag empfängt man den TSV Aubstadt.