Große Freude bei den deutschen Kanutinnen: Bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften im australischen Sydney-Penrith sicherte sich das Kajak-Damenteam mit Ricarda Funk (Augsburg/Bad Kreuznach) sowie den beiden Augsburgerinnen Elena Lilik und Emily Apel (beide Kanu Schwaben Augsburg) die Silbermedaille. Das Trio überzeugte mit einer starken Teamleistung und musste sich lediglich den Tschechinnen geschlagen geben. Bronze ging an Slowenien.
Apel: „Mannschaftsmedaillen sind immer etwas sehr Schönes“
Für Emily Apel war die Teammedaille ein besonderer Erfolg – vor allem nach dem enttäuschenden Einzel-Vorlauf am selben Vormittag: „Ich musste mich jetzt sehr zusammennehmen. Aber ich habe das jetzt ganz gut gemacht“, sagte sie im Anschluss an den Wettkampf. Mit einem Lächeln fügte sie hinzu: „Ich finde Mannschaftsmedaillen sind immer etwas sehr Schönes. Und deshalb gehe ich wahrscheinlich heute trotzdem glücklich ins Bett.“
Lilik stolz: „Wir haben Nerven und Kurs zusammengehalten“
Elena Lilik, für die es bereits die zweite Silbermedaille bei dieser WM war, zeigte sich nach dem Rennen erleichtert und stolz:„Ich muss sagen, mir ging es vor beiden Mannschaftsläufen nicht so gut, weil der Druck schon sehr hoch war. Umso glücklicher bin ich, dass es heute so gut funktioniert hat, und dass Emily auch mit einem Schnabeltier nach Hause fahren kann. Ich bin megastolz auf unser Team, dass wir die Nerven und den Kurs so zusammengehalten haben.“
Funk: „Jetzt im Nachgang können wir sehr happy sein“
Trotz einer kleinen Unsauberkeit im Lauf – Ricarda Funk berührte als Einzige einen Torstab und kassierte dafür zwei Strafsekunden – blieb der deutsche Mannschaft Platz zwei. Funk kommentierte die Situation mit Humor:„Ich muss sagen, als wir ins Ziel gekommen sind, habe ich mich natürlich kurz geärgert, weil wir es noch nicht richtig einschätzen konnten, weil noch einige Mannschaften am Start standen. Aber jetzt im Nachgang können wir sehr happy sein“, sagte die 33-Jährige lachend.
Lilik auch im Canadier-Team erfolgreich
Bereits einen Tag zuvor hatte Elena Lilik gemeinsam mit Andrea Herzog und Nele Bayn (beide Leipziger KC) Silber im Canadier-Teamwettbewerb geholt. Auch in diesem Rennen war Tschechien nicht zu schlagen. Großbritannien sicherte sich Bronze.
Lilik zeigte sich überglücklich: „Wir konnten aus dem Training schon ein ganz gutes Gefühl mitnehmen. Wir wussten, wie die Abstände sind, wir wussten, worauf es heute ankommt. Und der allerletzte Move heute war, glaube ich, sehr entscheidend. Und den haben wir alle Drei heute sehr gut gemeistert.“
Weitere Entscheidungen am Donnerstag
Am morgigen Donnerstag stehen weitere spannende Entscheidungen an: Die Halbfinals und Finals im Canadier der Damen und Herren beginnen bereits um 6:33 Uhr deutscher Zeit (CET). Die deutschen Teams gehen mit gestärktem Selbstvertrauen an den Start – vielleicht folgt die nächste Medaille.


