Silvesterfeuerwerk sorgt für Verstimmungen in Augsburg

Die Augsburger Stadtverwaltung hatte aus Sicherheitsgründen ein Verbot von Silvesterfeuerwekr für Teile der Innenstadt ausgesprochen worden, unter anderem auch für die Maximilianstraße. Es war dennoch Pyortechnik gezündet worden. Jetzt wird dies von der Pro Augsburg-Stadtratsfraktion kritisiert. Auch die Belastung der Umwelt spielt dabei eine Rolle.

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Die Augsburger Stadtverwaltung hatte im April des letzten Jahres eine Vorordnung erlassen, die unter anderem das Abbrennen von Feuerwerk in der Innenstadt verbot. Auch für Silvester war dies nicht außer Kraft gesetzt worden. „Selbstverständlich wird verstärkt kontrolliert, inwieweit durch Partybesucher Feuerwerkskörper mitgeführt werden. Gegebenenfalls werden diese konfisziert, um bereits im Vorfeld den verantwortungslosen Umgang mit selbigen zu verhindern“, hatte Ordnungsreferent Dirk Wurm angekündigt.

Dennoch war zum Jahreswechsel Pyrotechnik im Herzen der Fuggerstadt abgebrannt worden. Zahlreiche  Beschwerden von Bürgern sollen zu diesem Thema vorliegen. Wie die Stadtratsfraktion von Pro Augsburg mitteilt liegen ihr Aussagen vor, wonach die anwesende Polizei die Missachtungen des Feuerwerksverbots toleriert haben soll. Aus Polizeikreisen war zu hören, dass tatsächlich nur teilweise eingeschritten wurde (werden konnte).

Pro Augsburg möchte nun wissen, warum dies der Fall war und stellte den Antrag, dass Wurm dazu Stellung beziehen muss. Im nächsten Allgemeinen Ausschuss am 07. März 2018 soll er sich dazu erklären, wie die Stadt in Zukunft mit der Gesamtproblematik zum Jahreswechsel umgehen will und wie zukünftig ein, wenn auch begrenztes, Feuerwerksverbot in der Augsburger Innenstadt kontrolliert und auch wirkungsvoll durchgesetzt werden kann.

Neben dem Sicherheitsaspekt mahnt Pro Augsburg gesundheits- und umweltgefährdende Aspekte des Feuerwerks an.

„Wie unabhängige Messungen ergeben haben, werden allein in der Silvesternacht in ganz Deutschland sage und schreibe 15 % der gesamten durch Fahrzeuge verursachten jährlichen Feinstaubemissionen freigesetzt. Gesundheitsgefährdende Aspekte spielen zudem auch eine große Rolle:Die Lärmbelastung an einigen Orten ist für Passanten nahe der Hörschädigung. Aber nicht nur Bürger, sondern auch Tiere werden dadurch erheblich belastet. Zusätzlich wird eine erhebliche Menge Müll produziert, der beseitigt werden muss.“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion. Sie hätten deshalb auch gerne gewusst, wie viele Tonnen Müll in der Silvesternacht in Augsburg anfallen und welche zusätzlichen Kosten für die Straßenreinigung verursacht werden.

Sie stellen zudem auch einen Zusammenhang zum Thema Feinstaubbelastung her: „Wie lässt sich ein mögliches drohendes Fahrverbot für Dieselfahrzeuge angesichts dieser eklatanten Feinstaubbelastung zu Silvester begründen?“

Es bleibt spannend, wie die Stadt Augsburg mit diesen Fragen umgehen wird.