So funktioniert die Dispo-Umschuldung

Verbraucher nutzen gerne den Dispokredit des Girokontos, wenn das Eigenkapital nicht ausreicht, um die Ausgaben zu decken. Vor allem die Bequemlichkeit führt dazu, denn für den Dispositionskredit müssen keine Anträge gestellt werden. Dies ist jedoch in vielen Fällen ein Fehler, denn Kunden zahlen bei dieser Kreditform enorme Zinsen im Vergleich zu einem Ratenkredit.

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Auf Dauer kommt ein Dispokredit aufgrund der hohen Zinssätze zu teuer, eine Umschuldung kann daher Sinn machen

Sinn und Zweck des Dispokredits

Der Dispokredit ist direkt an ein Girokonto gebunden. Es handelt sich um einen Überziehungsrahmen, den die Bank nach eigenem Ermessen einräumt. In der Regel sind diese Dispokreditrahmen an regelmäßige Einkünfte, die auf dem Konto eingehen, gebunden.

Zu den Eigenschaften des Dispokredits gehört, dass der Kunde den eingeräumten Kreditrahmen jederzeit nutzen kann. Dies ist einer der Vorteile des Dispos, besonders wenn kurzfristig unerwartete Ausgaben auf einen zukommen. Für langfristige Kredite sind hingegen Ratenkredite und zweckgebundene Kredite wie der Auto- oder Immobilienkredit konzipiert.

In den letzten Jahren zeigt sich, dass die Anzahl an Kreditanträgen steigt. Dies zeigt einerseits, dass Verbraucher vermehrt auf Ratenkredite zurückgreifen. Zum anderen ist dies jedoch auch ein Anzeichen dafür, dass Verbraucher immer häufiger Schulden machen.

Wann kann der Dispo teuer werden?

Es gibt einen wichtigen Grund dafür, warum ein Dispokredit nicht langfristig genutzt und warum eine Umschuldung auf einen seriösen Ratenkredit angestrebt werden sollte. Der zentrale Faktor ist der meist hohe Zinssatz von Dispokrediten. Im Jahr 2020 lag dieser im Schnitt bei zehn Prozent. Einige Banken fordern sogar Zinssätze von über 13 Prozent von ihren Kunden. Nur wenige Banken stellen ihren Kunden Dispokredite mit niedrigen Zinssätzen zur Verfügung.

Bei den gleichen Banken ist es meist möglich, Ratenkredite mit Zinssätzen von um vier Prozent zu erhalten. Dafür ist es jedoch notwendig, dass die Kunden einen Antrag stellen, um die Umschuldung zu starten. Dies lohnt sich in jedem Fall, denn die monatlichen Kosten durch die Zinsbelastung sinken enorm. Viele Verbraucher sind alleine durch die Zinszahlungen für einen Dispo in eine Schuldenspirale gelangt, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Wer sein Konto um 1.000 Euro überzogen hat, zahlt bei einem Dispo mit zehn Prozent Zinssatz monatlich alleine acht Euro Zinsen, ohne dass der Schuldenstand sinkt. Bei höheren Summen steigt die Zinsbelastung dementsprechend. Erfolgt keine Tilgung, dann erhöhen die Zinsen die Schulden monatlich und erzeugen ihrerseits Zinseszinsen.

Die Umschuldung – Wann ist sie sinnvoll?

Wer langfristig einen Dispokredit nutzt, tut gut daran, eine Umschuldung anzustreben. Als Umschuldung wird die Aufnahme eines regulären Ratenkredits bezeichnet, mit dem die Schulden auf dem Girokonto ausgeglichen werden. Dies senkt die monatlichen Belastungen durch die hohen Dispozinsen. Im Internet gibt es die Möglichkeit, gezielt nach Krediten für die Umschuldung eines Dispokredits zu suchen, beispielsweise auf smava. Diese Plattformen ermöglichen einen direkten Vergleich der Konditionen bei den einzelnen Ratenkrediten. Ebenfalls holen diese Webseiten eine Vielzahl an unterschiedlichen Kreditangeboten von verschiedenen Banken ein. Ein Darlehen über smava statt Disponutzung mit hohen Zinsen ist somit in den meisten Fällen die sinnvollere Option, als untätig zu bleiben und den Dispokredit zu nutzen.

Vorteile des Ratenkredits gegenüber einem Dispo

Durch die Umschuldung auf einen Ratenkredit sinken dank der niedrigeren Zinssätze zunächst die monatlichen Belastungen. Dann verläuft ein Ratenkredit nach einem Plan, wobei der Kreditnehmer die Laufzeit sowie die monatlichen Raten beeinflussen kann. Dies ermöglicht die Anpassung an die eigene Einkommenssituation. So ist es möglich, durch die Umschuldung Geld zu sparen und mit einem Plan Schritt für Schritt die Schulden abzubauen. (pm)