Söder beim CSU-Neujahrsempfang: „Augsburg ist ein Partner auf Augenhöhe geworden“

Am Sonntagnachmittag hatte die CSU-Stadtratsfraktion zum Neujahrsempfang in das Augsburger Rathaus geladen. Prominentester Gast war wohl der souverän argumentierende Ministerpräsident Markus Söder, dem auch die aufgeladene Stimmung der Bauerndemo auf dem Rathausplatz nichts anhaben konnte. Ein OB, der schon ein wenig Abschiedsstimmung aufkommen ließ und eine strahlende Eva Weber, die es wissen will zur Wahl für die neue OB*in. Übrigens der ersten Oberbürgermeisterin von Augsburg, sollte sie gewählt werden.

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OB.Kandidatin Weber begleitet Soder in den Goldenen Saal | Foto: Wolfgang Czech

Etwas später als geplant startete die CSU am Sonntagnachmittag in ihren Neujahrsempfang. Ehrengast Markus Söder war als Redner eingeplant, kam aber etwas zu spät. Grund dafür waren die Proteste von rund 2000 Landwirten in der Augsburger Innenstadt (wir berichteten). Mit den Sorgen der Bauern konfrontiert hatte der Regierungschef zu den Menschen auf dem Rathausplatz gesprochen, und war dann erst in den sehr gut gefüllten Goldenen Saal gekommen. Im Rathaus angekommen gab Söder klar zu verstehen, dass er sich bewusst ist, dass es in vielen Bereichen Veränderungen geben wird und muss. An ein stetiges Wirtschaftswachstum wie in den vergangenen zehn Jahren glaubt der CSU-Mann nicht ohne Weiteres. Besonders die Digitalisierung stelle einen Wirtschaftstandort wie Augsburg vor große Herausforderungen. Er kündigte an, dass man deshalb 600 neue Studienplätze im Bereich der Informatik und Künstlichen Intelligenz in Augsburg schaffen wird.

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„Augsburg ist ein Partner auf Augenhöhe“ | Foto: Wolfgang Czech

Veränderungen wird das neue Jahr aber nicht nur für die Wirtschaft in Augsburg bringen, auch in der Politik wird bald ein neuer Wind wehen. Kurt Gribl wird nach 12 Jahren als Stadtoberhaupt bei den Wahlen im März nicht erneut antreten. Unter Gribl sei es gelungen, Augsburg zu einem Partner auf Augenhöhe zu entwickeln. Viele Projekte, wie die Uniklinik, werden durch den Freistaat finanziell gefördert, weil die Impulse aus der Region dazu kommen.

Eva Weber will erste Oberbürgermeisterin werden

Der amtierende Oberbürgermeister stellt klar, dass dies in den letzten Jahren aber nicht nur sein Verdienst war. Bürgermeisterin Eva Weber sei ihm in dieser Zeit immer eine verlässliche Beraterin und Vertreterin gewesen. Das erreichte solle man nun bei den Wahlen nicht leichtfertig wegwerfen. Die 42-Jährige schickt sich nun an die Oberbürgermeisterkette von Gribl zu übernehmen.

Transparenz und Dialog

Die so gelobte freute sich der Worte und präsentierte sich in ihrer Ansprache mit viel Leidenschaft für die Aufgabe. Sollte sie sich bei der Kommunalwahl am 15. März gegen die zahlreichen Mitbewerber durchsetzen, wäre sie in der Schwabenmetropole die erste Frau in dieser Funktion. Diese möchte sie nützen, um die gespaltenen Lager der Stadtgesellschaft wieder enger zusammenzubringen. Ein hohes Maß an Transparenz und die Bereitschaft zum regelmäßigen Dialog sollen dabei wichtige Bestandteile ihrer möglichen Stadtregierung werden.

Fotos: Wolfgang Czech