Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt das neue Bürgergeld, hält die geplanten Regelsätze jedoch für zu niedrig. „Denn die Betroffenen leiden schon jetzt unter explodierenden Preisen und einer immer weiter steigenden Inflation“, sagte die SoVD-Vorstandvorsitzende Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

„Wir können sie jetzt nicht damit allein lassen.“ Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will mit der Einführung des Bürgergelds den bisherigen Hartz-IV-Regelsatz von 449 Euro auf rund 500 Euro erhöhen. Davon sei sie „enttäuscht“, sagte Engelmeier. „Hier bleiben wir bei unserer Forderung: 650 Euro ab dem 1. Januar und 100 Euro sofort für den Übergang.“

Es sei aber gut, dass das Bürgergeld nun komme. „In der Krise verlieren viele Menschen unerwartet ihre Arbeit – sie müssen nun nicht mehr ihr Vermögen verbrauchen oder sofort umziehen“, sagte Engelmeier. „Das gibt den Menschen Sicherheit und gleichzeitig die Chance, sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können: ihre Jobsuche.“ Die Regelsätze gerade für Kinder nur minimal anzuheben, reiche aber nicht aus.

„Wir brauchen die Kindergrundsicherung – und zwar so schnell wie möglich.“

Foto: Sozialverband Deutschland (SoVD), über dts Nachrichtenagentur

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