Der FC Augsburg konnte fünf Auswärtsspiele in Serie nichts holen, in Wolfsburg reichte es trotz einer 2:0-Pausenführung nur für einen Punkt. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit kassierte der FCA den späten Nackenschlag.

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Lange Gesichter beim FCA. Wie gegen Schalke gab man in Wolfsburg den Sieg spät aus der Hand | Archivfoto: Pfister

Seit fünf Spielen war der FC Augsburg in der Fremde ohne Sieg. Weil Gastgeber Wolfsburg ebenso lange auf einen Erfolg vor eigenem Publikum warten musste, standen die Vorzeichen auf ein Ende der Auswärtsflaute gut.

Weil VfL-Kapitän Arnold den Ball nach einer Engels-Ecke ins eigene Tor köpfte, waren die Schwaben früh in Führung (3.). Den Schwaben spielte dieses 1:0 natürlich in die Karten. Sie ließen die Wölfe in der Folge kommen, die daraus kein Kapital schlagen konnten. Wie nervös die Mannschaft von Trainer Niko Kovac aktuell ist, sollte sich nach zwanzig Minuten erneut zeigen. Maier hatte Wimmer im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter jagte ausgerechnet Unglücksrabe Arnold in den Fanblock. Wolfsburg bleibt in der Folge weiter bemüht, aber unglücklich im Abschluss. Wie es gehen kann, zeigte Neu-Nationalspieler Berisha nach einer guten halben Stunde. Nach einem Traumpass von Engels schloss der „Bomber aus Berchtesgaden“ trocken zum 2:0 ab. Bei diesem Spielstand sollte es auch zur Pause bleiben, die Signale standen auf Auswärtssieg. Die Augsburger hatten noch nie nach einer doppelten Pausenführung verloren.

Auch an diesem 1. April sollte dieser Vorsprung reichen. Logischerweise war Wolfsburg auch nach dem Seitenwechsel die aktivere Mannschaft, lange Zeit, ohne dass sie das Tor von Gikiewicz wirklich in Gefahr bringen konnten. Sechs Minuten vor dem Ende kamen die Wölfe dann doch noch heran. Der eingewechselte Waldschmidt konnte eine Freistoß-Flanke von Arnold aus fünf Metern über die Linie drücken. Jetzt hieß es für den FCA, die drei möglichen Punkte über die Zeit zu retten. Wie schon gegen Schalke im letzten Bundesligaspiel gelang dies nicht. In der allerletzten Aktion der Partie konnte Gikiewicz einen hohen Ball nicht aus dem Strafraum bekommen, Felix Nmecha köpfte zum späten Ausgleich ein. Statt dem ersten Auswärtssieg des Jahres blieb so nur ein Zähler für den FCA, der nun dringend am Karsamstag zu Hause gegen Köln nachlegen muss.