Spahn zeigt Verständnis für Kritik

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Verständnis für Kritik an seiner Arbeit geäußert. Eine Pandemie sei für einen Gesundheitsminister kein „Schonwaschgang“, sagte Spahn am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Das sei es aber für niemanden – es sei ein schwieriges Jahr für alle gewesen.

Dts Image 13290 Nfgmiibopb 3121 800 600Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur

Er verstehe, dass man nach Monaten des Lockdowns hohe Erwartungen habe. Der CDU-Politiker räumte auch ein, dass es bei den Impfungen mehr Tempo brauche, zumal mittlerweile auch mehr Impfstoff verfügbar sei. Künftig müsse zum Beispiel vor Ort flexibler entschieden werden können, wer geimpft werde.

Das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung müsse zudem erhöht werden – bei Biontech auf sechs Wochen und bei Astrazeneca auf zwölf Wochen, so Spahn. Teilweise sei die Wirksamkeit dann sogar höher, wie aktuelle Daten zeigten. Der Gesundheitsminister mahnte außerdem eine Freigabe des Astrazeneca-Impfstoffs für über 65-Jährige an. Er gehe davon aus, dass das in „wenigen Tagen“ geschehe, fügte Spahn hinzu.