Sparkassen-Altenheim plant bis 2025 Ausbau und Erneuerung der betreuten Wohnanlage

Die Augsburger Sparkassen-Altenhilfe Stiftung plant für die betreute Wohnanlage einen Ersatzneubau. Das Haus mit 43 Apartments wurde 1978 von der Stiftung erbaut, die es 2006 an den Eigenbetrieb Altenhilfe der Stadt Augsburg verpachtet hat. Vergangene Woche wurden die 36 Mieterinnen und Mieter über das Vorhaben informiert. „Wir haben die Botschaft den Seniorinnen und Senioren schweren Herzens in dieser angespannten Zeit der Corona-Pandemie persönlich mitgeteilt“, berichtet Werkleiterin Susanne Greger.

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Die betreute Wohnanlage (siehe rechts) des Sparkassen-Altenheims kann nicht saniert werden. 2024 soll an gleicher Stelle ein Neubau mit moderner Ausstattung entstehen. Bildnachweis: Altenhilfe Stadt Augsburg

Altbau nicht mehr standardgerecht

In den zurückliegenden Monaten hatte die Augsburger Sparkassen-Altenhilfe Stiftung der Stadtsparkasse Augsburg von verschiedenen Experten prüfen lassen, inwieweit der Gebäudeteil des Betreuten Wohnens saniert werden kann. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung des Bestandsbaukörpers nicht durchführbar ist. Das Gebäude ist in seiner Raumaufteilung nicht veränderbar und nicht barrierefrei und entspricht auch nicht mehr den heutigen Standards einer Senioreneinrichtung für Betreutes Wohnen. Am gleichen Standort soll deshalb eine neue moderne Wohnanlage errichtet werden. „Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass die Anzahl der Apartments von 43 auf 62 Apartments erhöht wird und mehr Zweizimmerwohnungen für Ehepaare angeboten werden. „Auch werde es mehr Gemeinschaftsräumlichkeiten geben, um gemeinsame Begegnungen zu fördern und Gruppenaktivitäten anbieten zu können“, sagt Stephan Gomolka, Vorsitzender des Stiftungsvorstands.

Umzugsbegleitung wird angeboten

Die Mieterinnen und Mieter werden mit dieser Veränderung nicht alleine gelassen. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen die Betroffenen umfänglich unterstützt und bei der Durchführung eines Umzuges begleitet werden. Derzeit wird auf verschiedensten Ebenen nach Möglichkeiten gesucht, alternative Lösungen anzubieten.

Beratungsstelle in der Geschäftsstelle der Altenhilfe

Die Altenhilfe wird bis Ende dieses Jahres zusätzlich ein zentrales Beratungsangebot in Form einer telefonischen und persönlichen Umzugsberatung in ihrer Geschäftsstelle in der Maximilianstraße 9 anbieten. „Die Seniorinnen und Senioren können uns vertrauen, dass wir alles daransetzen werden, ein neues Zuhause für sie zu finden“, sagt Werkleiterin Susanne Greger und ergänzt: „Wir suchen gemeinsam mit der Augsburger Sparkassen-Stiftung nach Lösungen, die die gewachsene Gemeinschaft der Betreuten Wohnanlage erhält.“

Aus Anlass des 150-jährigen Geschäftsjubiläums gründete die Stadtsparkasse Augsburg am 15. Dezember 1969 die Stiftung „Augsburger Sparkassen-Altenhilfe“. Bereits zwei Jahre später am 27. Oktober 1971 erfolgte die Grundsteinlegung des Altenheimgebäudes in der Baumgartnerstraße 10 durch den damaligen Oberbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzenden Wolfgang Pepper sowie die Sparkassenvorstände Hans Strauch und Willy Lehmann.

Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner konnten im Januar 1973 in das Sparkassen-Altenheim einziehen. Insgesamt wurden alle 127 stationäre Heimplätze vergeben (75 Appartements für je 1 Person, zehn Appartements für je zwei Personen und eine spezielle Pflegestation mit 16 Zimmern für je zwei Personen). Das Stiftungsamt der Stadt Augsburg übernahm damals die Verwaltung des Hauses.

1978 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht. Die Stiftung hatte zusätzlich 43 Apartments für ein Betreutes Wohnen (Bauabschnitt II) geschaffen. 2005 wurde der städtische Eigenbetrieb: „Altenhilfe der Stadt Augsburg“ gegründet. Zum 1. Januar 2006 wurde dann das Sparkassenaltenheim an den städtischen Eigenbetrieb verpachtet, der die Senioreneinrichtung betreibt.