Auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne in Augsburg fand am Montag der feierliche Spatenstich für das neue Gebäude der künftigen Polizeiinspektion Augsburg-West statt.

Neubau Polizeiinspektion 41.Jpeg
Foto: Wolfgang Czech

„Hier entsteht eine personalstarke und leistungsfähige Dienststelle mit rund 220 Polizeibeschäftigten“, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit Blick auf die künftige Zusammenlegung der Polizeiinspektionen 5 und 6 der Augsburger Polizei. Darüber hinaus werde der Neubau auch Diensträume für die Einsatzhundertschaft des Polizeipräsidiums Schwaben Nord enthalten. Außerdem ist geplant, die Verkehrserzieher und die Augsburger Kriminalpolizei in dem Gebäude unterzubringen. „Die rund 50 Millionen Euro für den hochmodernen Neubau sind hervorragend investiert“, betonte Herrmann. Bereits 2026 soll die Übergabe an die Polizei erfolgen. „Damit stärken wir den Polizeistandort Augsburg ganz erheblich.“

Wie Herrmann erläuterte, ist der Polizeineubau auch ein wichtiger Teil der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen für das ehemalige Kasernengelände. Neben dem zweigeschossigen Baukörper wird ein fünfgeschossiger Kopfbau einen markanten Akzent setzen. Das Baugrundstück umfasst rund 6.500 Quadratmeter. Mit einer Nutzfläche von rund 3.200 Quadratmetern gruppieren sich die neuen Polizeigebäude um zwei Innenhöfe, den Polizeihof und einen begrünten Innenhof. Entlang des Polizeihofs werden die Einsatzzüge untergebracht. Der höhere Kopfbau wird hauptsächlich die neue Polizeiinspektion Augsburg-West beherbergen.

Nach Herrmanns Worten kommt beim barrierefreien Neubau auch der Umweltschutz nicht zu kurz. So ist eine energetisch hochwertige Gebäudehülle geplant, die sich auch optisch gut in die Umgebung einfügen wird. Einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt und zur Verbesserung des Mikroklimas wird der Innenhof liefern. Neben der Grünfläche erhält er an zwei Seiten eine Fassadenbegrünung. Daneben werden auch die Dachflächen des Gebäudes begrünt. „Wir setzen außerdem auf eine gute Wärmedämmung und den Einsatz energiesparender und energiegewinnender Haustechnik wie eine Lüftungsanlage mit hochwirksamer Wärmerückgewinnung, eine Brunnenwasserkühlung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach“, ergänzte der Innenminister. „Wir rechnen mit einer CO2-Einsparung von insgesamt rund 190 Tonnen pro Jahr gegenüber einer herkömmlichen Bauweise.“ Der verbleibende Wärmebedarf wird durch die effizient erzeugte Fernwärme der Stadtwerke Augsburg abgedeckt.

Viel Lob sprach der Innenminister auch der Polizei aus: „Dank der niedrigen Kriminalitätsbelastung und der hohen Aufklärungsquote ist die Sicherheitslage hervorragend. Die Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Schwaben Nord leisten eine ausgezeichnete Arbeit!“ Herrmann kündigte an, die Bayerische Polizei weiter zu verstärken, personell und auch mit einer noch besseren Ausstattung. Unter anderem verwies er auf die Personalzuteilung im Frühjahr dieses Jahres. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord erhielt 52 neue Kolleginnen und Kollegen, 28 mehr als ausgeschieden sind. „Dank der 3.500 zusätzlichen Polizeistellen von 2017 bis 2023 können wir auch in den kommenden Jahren unsere Polizeidienststellen deutlich verstärken.“