Die Stadt Augsburg bestätigte heute, dass ab kommender Woche in einer Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth in Inningen Asylsuchende untergebracht werden. Dies stößt auf Kritik bei der Augsburger SPD. Sie sieht die bisherige Strategie der Stadt Augsburg gefährdet.

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Ulrike Bahr sieht die Ankerzentren kritisch

Die geplante Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth in Augsburg stößt auf Kritik bei der Augsburger SPD. „Wir lehnen Ankerzentren als Einrichtungen, in denen viele Flüchtlinge auf engstem Raum für längere Zeit untergebracht werden, weiterhin klar ab“, sagt Ulrike Bahr, Vorsitzende der SPD Augsburg. Die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen in Großeinrichtungen hat die SPD Augsburg schon immer kritisch gesehen. „Wir haben in Augsburg in den letzten Jahren hart daran gearbeitet, keine Massenunterkünfte zu bekommen, sondern die Menschen, die zu uns kommen, in kleinen Unterkünften dezentral im Stadtgebiet zu verteilen“, so Bahr.

Diese Strategie der Stadt Augsburg werde jetzt gefährdet, wenn in Inningen eine Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth entstehen sollte. „Wir wollen so etwas in Augsburg nicht und auch in keiner anderen Großstadt. Weder in Bayern noch in irgendeinem anderen Bundesland in Deutschland. Die Unterbringung in großen Massenunterkünften, auch wenn es nur vorübergehend ist, widerstrebt unseren grundsätzlichen Vorstellungen und sendet das falsche Signal“, so Bahr.