SPD-Spitzenkandidat für Europawahl besorgt über Brexit-Votum

Der SPD-Spitzenkandidat für die bevorstehende Europa-Wahl, Udo Bullmann, zeigt sich besorgt über das Votum des britischen Unterhauses. „Der harte Brexit wäre für beide Seiten die größte Katastrophe“, sagte Bullmann den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben). Ein ungeregelter EU-Austritt Großbritanniens sei jedoch noch vermeidbar.

dts_image_11613_mmmbpasbmp_3121_800_600 SPD-Spitzenkandidat für Europawahl besorgt über Brexit-Votum Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen Brexit Entscheidung Es EU Europawahl Fraktionsvorsitzende Großbritannien Krise london May OB Politiker Referendum Schloss Versicherung | Presse AugsburgFahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur

„Theresa May hat zwei Möglichkeiten, den harten Brexit noch abzuwenden: Sie kann Artikel 50 einfach zurückziehen. Oder sie bittet die Europäer, den Entscheidungszeitraum über den 29. März hinaus zu verlängern“, erläuterte der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament. Dem müssten aber die EU-Mitgliedstaaten zustimmen.

„Das geht nur, wenn es eine Versicherung dafür gibt, dass London wieder Stabilität in seine Entscheidung bringt“, so Bullmann weiter. Ein weiterer Lösungsweg könne ein zweites Referendum sein. „Das britische Parlament findet keinen Ausweg aus der Krise. Es ist daher an der Zeit, dass Großbritanniens Politiker wieder das Volk entscheiden lassen“, sagte der SPD-Politiker.

In einem zweiten Referendum sollten die Briten darüber abstimmen dürfen, ob sie den Brexit, wie er nun auf dem Tisch liege, wirklich wollten. Weitere Zugeständnisse Brüssels schloss Bullmann aus: „Es gibt keinen Spielraum mehr für Nachverhandlungen“, sagte er den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.