SPD will Pauschalreisen künftig mit Geldern aus Fonds decken

Die SPD-Bundestagsfraktion will das Vorgehen zur Entschädigung von Pauschalreisenden reformieren. „Für die Zukunft werden wir uns ein anderes Modell überlegen müssen, beispielsweise einen Fonds, in dem auch die Reiseveranstalter einzahlen“, sagte Johannes Fechner, SPD-Fraktionssprecher für Recht und Verbraucherschutz, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Die Entscheidung des Bundeskabinetts, deutsche Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook zu entschädigen, begrüßte Fechner: „Wir ersparen den Kunden jahrelange Prozesse und schaffen Rechtssicherheit.“

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Zudem würde Vertrauen in das Produkt Pauschalreise geschaffen werden. „Das ist wichtig, denn tausende Arbeitsplätze hängen in Deutschland von der Pauschalreise ab“, sagte Fechner. Dass bei der Verabschiedung der EU-Richtlinie überhaupt eine Deckelung von 110 Millionen Euro eingezogen worden war, begründet Fechner damit, dass keine Versicherung bereit gewesen sei, mehr als 110 Millionen Euro zu versichern.

Zudem sei man von Insolvenzen in der Größenordnung von 20 bis 30 Millionen Euro ausgegangen.