Spiel gedreht – Augsburger Panther verdienen sich Heimsieg gegen die Nürnberg Icetigers

Früh hatten die Augsburger Panther heute mit zwei Toren zurückgelegen, doch sie zeigten ihr aktuelles Selbstvertrauen und konnten das Spiel gegen die Nürnberg Icetigers noch drehen. Am Ende stand der sechste Sieg in den letzten sieben Heimspielen in der Bilanz.

Foto: Thomas Hiermayer

Fünf der letzten sechs Heimspiele hatten die Augsburger Panther für sich entscheiden können, heute gegen Nürnberg sollte hier nachgelegt werden. Die Vorzeichen dafür standen gut. Während der AEV als Fünfter sehr gut im Soll stand, erfüllen die Franken die gesetzten Erwartungen in dieser Saison bisher nicht. Auch am letzten Wochenende setzte es zwei Niederlagen. Doch oft kommt es anders als man denkt. Ein leichter Gang sollte es heute für Augsburg nicht werden.

Gerade einmal 46 Sekunden waren gespielt, als Panther-Keeper Roy bei einem Schlenzerchen von Brown daneben langte, doch damit nicht genug. Die ersten drei Minuten waren noch nicht von der Uhr, da lag die Scheibe erneut im Augsburger Tor. Pföderl hatte einen Abpraller im ersten Überzahlspiel des Abends zum 0:2 nützen können. Das hatte man sich gänzlich anders vorgestellt, zumal Augsburg sich lange schwer tat selbst in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu kommen. Die beste Gelegenheit setzte AEV-Eigengewächs Sternheimer eine Minute vor der Pausensirene deutlich neben den Kasten.

Trainer Mike Stewart konnte mit der bisherigen Vorstellung nicht zufrieden sein, in der Kabine fand er aber wohl die richtigen Worte. Seine Spieler kamen mit mehr Mumm zurück auf das Eis, ein schneller Doppelschlag war der Lohn dafür. Zweieinhalb Minuten nach Wiederbeginn drückte McNeill die Scheibe zum Anschluss über die Torlinie und nur 1:23 Minute später ging die Sirene erneut. Kapitän Steffen Tölzer hatte mit einem fulminanten Schuss das 2:2 erzielen können. Das Spiel konnte von neuem beginnen, es wurde ein munteres, wenn auch nicht immer hochklassiges Spiel.  Zur Spielhälfte hätte Ullmann Augsburg nach einer sehenswerten Aktion in Unterzahl erstmals in Führung bringen können, doch der Routinier scheiterte an Jenike (30.). Auch in Unterzahl zeigten sich die Schwaben nun wieder gewohnt gut. Auch wenn der AEV nun das bessere Team war, ein weiteres Tor sollte in diesem Drittel nicht mehr gelingen. Das Remis zur zweiten Pause hatten sie sich redlich verdient.

McNeill erzielte das wichtige 1:2 | Foto: Thomas Hiermayer

Doch jetzt wollte die Augsburger aber mehr und sie bekamen mehr. 1:24 Minute waren im letzten Abschnitt gespielt, als der AEV erstmals in Führung gegangen waren. Es war wohl einer der kuriosesten Treffer der jüngeren Ligageschichte, der die mit 3:2 in Front brahte. Hasse hatte neben das Tor geschlenzt, von der Hintertorbande prallte der Puck im V vor das Tor und fand in Fraser einen dankbaren Abnehmer (42.). Zehn Minuten vor dem Ende hatten die Panther das Spiel endgültig gedreht. Detsch sorgte auf Zuspiel von Trevelyan für die Entscheidung. Der AEV hatte sich diesen Sieg und den Applaus der über 6.000 Zuschauer verdient. Den Schlusspunkt zum 5:2 setzte Stieler.

Mit dem sechsten Erfolg im siebten Heimspiel in Folge kletterte Augsburg auf den 4. Rang. Nun geht es nach dem Spiel gegen den Drittletzten in Schwenningen (Sonntag) und gegen Wolfsburg (Dienstag) gegen die Kellerkinder der Liga weiter.

 

AEV: Roy, Keller,– Lamb, Haase, Tölzer,  McNeill, Valentine, Rogl, Rekis, Sezemsky-  Sternheimer, Payerl,  LeBlanc, Stieler,Trevelyan , Schmölz, Fraser,  Gill, Ullmann, Hafenrichter, Detsch, White
Tore: 0:1 Brown (Bast)1., 0:2 Pföderl (Reimer/Gilbert) 3., 1:2 McNeill (White/Fraser) 23., 2:2 Tölzer (Stieler/Trevelyan) 24., 3:2 Fraser (Hasse/Sezemsky) 42., 4:2 Detsch (Trevelyan/Tölzer) 50., 5:2 Stieler (McNeill/White) 58.,

Schiedsrichter: Huunius, Rohatsch | Hofer, Schwenk Strafzeiten: Augsburg 10 – Nürnberg 8

Zuschauer: 6.099

 

Fotos: Thomas Hiermayer