Die Erleichterung war förmlich spürbar bei den Basketballern der BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen am Samstagabend nach dem 81:65 (42:32) Sieg gegen die Porsche BBA Ludwigsburg. Eine erste Standortbestimmung, ob man als Aufsteiger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga tatsächlich sportlich mithalten kann, bestätigte sich ebenso wie die Tatsache, auch als Standort die Rahmenbedingungen auf diesem Niveau erfüllen zu können.

Exakt 744 Zuschauer hatten trotz verlängertem Wochenende den Weg in die Stadtberger Sporthalle gefunden. Und sie erlebten gleich einen furiosen Start der BG, die schnell mit 15:3 in Führung ging. Die Gäste aus der Barockstadt, die mit drei Akteuren aus ihrem Erstligakader angetreten waren, ließen sich davon nicht beeindrucken. Sehr zur Freude ihres mitgereisten kleinen Fanclubs agierten sie aus einer sehr intensiven Verteidigung heraus sehr dynamisch und kamen primär durch Schnellangriffe wieder heran, gingen sogar 18:17 in Führung. Jannik Westermeir entscheid mit zwei verwandelten Freiwürfen aber das erste Viertel trotzdem zu Gunsten der Leitershofer. BG-Coach Emanuel Richter war sehr früh in eine 10-Mann Rotation gewechselt, wohl wissend, dass ein Spiel in der Pro B eben nicht in den ersten Minuten, sondern über die ganze Spielzeit hinweg entschieden werden würde. Und dies unter der Maßeinheiteines sehr viel höheren Tempos als noch letztes Jahr in der Regionalliga. Zu Beginn des zweiten Viertels waren die Kangaroos aber endgültig nicht zu bremsen. Angetrieben von den beiden an diesem Abend überragenden Neuzugängen Lucas Mayer und Nemanja Scekic legte man einen furiosen 15:3 Zwischenstart aufs Parkett. Sobrachte man die Fans in der Halle, darunter der erste Bürgermeister der Stadt Stadtbergen, Paul Metz, und der neue FCA-Präsident Markus Krapf, zum Kochen, Ludwigsburg zeigte sich beeindruckt. Die jungen württembergischen Schwaben gaben aber noch nicht auf, vor allem ihr bester Akteur aus dem BBL-Kader, Nico Santana-Mojica, unternahmalles dafür, dass die BBA zur Halbzeit mit 10 Punkten Differenz Rückstand noch halbwegs in Schlagdistanz war.

Nördlingen Angels kehren mit Sieg aus Ljubljana zurück

Die Ansprache der Leitershofer Coaches Emanuel Richter und Martin Jankov sowie von Sportpsychologe Wayne Chico Pittman in der Halbzeit schien aber Wirkung zu zeigen und ließgar keinen Schlendrian beim Team um Kapitän Max Uhlich einreißen. Uhlich selbst betrat im dritten Viertel erstmals das Stadtberger Spielfeld, nachdem er die gesamte Vorbereitung aufgrund von Rückenbeschwerden nur eingeschränkt hatte absolvieren können. Das Tempo blieb weiter hoch, und da die Würfe bei der BG von außen weiter nicht so richtig fallen wollten, konzentrierte man sich auf die Anspiele auf Scekic und TeathloachPal bzw. attackierte mit guten Moves direkt den Korb. Beim Spielstand von 56:35, dem höchsten Vorsprung des Abends, war die Entscheidung gefallen. Und auch wenn im Basketball bekanntermaßen vieles möglich ist, eben auch einen solchen Rückstand aufzuholen, zeigte sich nun doch, dass die junge Leitershofer Mannschaft gegenüber den noch jüngeren Gästen aus der Region Stuttgart in der Spielanlage überlegen war. Für die Zuschauer blieb dadurch die Partie unterhaltsam, Ludwigsburg kämpfte aufopferungsvoll bis zum Schluss, auf beiden Seiten wurde zur Freude der Fans noch der ein oder andere Dunking eingestreut. Am Ende fuhren die Kangaroos aber den ersten wichtigen Saisonstart nach Hause und dürfen sich jetzt eine Woche über den zweiten Tabellenplatz freuen, der natürlich noch keine Aussagekraft hat. Wichtiger war, dass der Erfolg Sicherheit für die kommenden Aufgaben geben wird. Diese stehen am kommenden Sonntag auswärts in Oberhaching an, ehe es dann am Samstag darauf gegen Frankfurt zu Hause weitergeht. 

BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen: Scekic(23), Lagermann (3), Mario Hack-Vazquez (4), Pal (11), Topalovic (5), Mayer (19), Uhlich (2), Londene(8), Kaufeld (2), Westermeir (4), Tomic, März.

Beste Werfer Ludwigsburg: Santana-Mojica (16), Edigin (11), Cotoara (10), Hartmann (9).

Stimmen zum Spiel:

BG-Coach Emanuel Richter: „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Natürlich habe ich bemerkt, dass die Jungs sehr nervös waren, erstes Spiel in der neuen Liga, dann gleich wieder so eine tolleKulisse. Zu sehen an der Dreierstatistik, nur ein Treffer von jenseits der Linie ist nicht unser Level. Wir haben es aber insgesamt gut gemacht. In einigen Phasen der Partie haben wir bereits ein Top Level erreicht, in anderen Phasen hat man gesehen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet. Daran werden wir weiter sehr hart arbeiten“.

BG-Kapitän Max Uhlich: „Danke an die Zuschauer für die großartige Unterstützung. Ich glaube, es war eine gute Leistung, alle Spieler haben sich voll reingehauen. Lucas und Nemanja waren überragend, aber auch alle anderen haben ihre Aufgabe erfüllt. Man hat glaube ich gesehen, dass man bei diesem Tempo in der Liga einen breiten Kader braucht. So darf es gerne weitergehen“.

Kangaroos-Geschäftsführer Andreas Moser: „Kompliment zunächst an Trainer und Team zu diesem furiosen Saisonstart. Nicht nur das Team war nervös, sondern die ganze Organisation. Ich glaube, unser Standort muss sich in der PRO B auch neben dem Spielfeld nicht verstecken. Wir können 2. Bundesliga. Die Halle war voll, dazu hatten wir über 1100 Zuschauer im Livestream, das ist ein guter Mehrwert für unsere Sponsoren. Den ein oder anderen Verbesserungsbedarf haben wir natürlich noch, gerade am Eingang waren die Wartezeiten wegen des neuen Onlineticketsystemsetwas zu lang. Das werden wir noch verbessern, insgesamt hat sich mein Team neben dem Feld heute aber auch das Feierabendbier redlich verdient“.

Man oft he match: Nemanja Scekic

Die vielleicht schwierigste Entscheidung an diesem Abend. Lucas Mayer oder Nemanja Scekic? Nemanja Scekic oder Lucas Mayer? Beide Spieler boten eine mehr als herausragende Leistung und hatten das Spiel fest im Griff. Am Ende hat sich die Jury hauchdünn für Scekic entschieden, wahrscheinlich dann wegen den minimalst besseren Scoutingwerte (Effizienz 29 zu 28). Der 21-jährige Slowene war in dieser Partie der Unterschiedsspieler. Sobald er auf dem Feld stand, veränderte sich jedes Mal die Statik des Spieles und Ludwigsburg hatte am Ende keinMittel gegen den 2,07 Meter Mann parat. 23 Punkte, 12 Rebounds, 2 Blocks und 2 Assist hatte der BG-Neuzugang am Ende auf dem Konto.

Exakt 744 Zuschauer hatten trotz verlängertem Wochenende den Weg in die Stadtberger Sporthalle gefunden. Und sie erlebten gleich einen furiosen Start der BG, die schnell mit 15:3 in Führung ging. Die Gäste aus der Barockstadt, die mit drei Akteuren aus ihrem Erstligakader angetreten waren, ließen sich davon nicht beeindrucken. Sehr zur Freude ihres mitgereisten kleinen Fanclubs agierten sie aus einer sehr intensiven Verteidigung heraus sehr dynamisch und kamen primär durch Schnellangriffe wieder heran, gingen sogar 18:17 in Führung. Jannik Westermeir entscheid mit zwei verwandelten Freiwürfen aber das erste Viertel trotzdem zu Gunsten der Leitershofer. BG-Coach Emanuel Richter war sehr früh in eine 10-Mann Rotation gewechselt, wohl wissend, dass ein Spiel in der Pro B eben nicht in den ersten Minuten, sondern über die ganze Spielzeit hinweg entschieden werden würde. Und dies unter der Maßeinheiteines sehr viel höheren Tempos als noch letztes Jahr in der Regionalliga. Zu Beginn des zweiten Viertels waren die Kangaroos aber endgültig nicht zu bremsen. Angetrieben von den beiden an diesem Abend überragenden Neuzugängen Lucas Mayer und Nemanja Scekic legte man einen furiosen 15:3 Zwischenstart aufs Parkett. Sobrachte man die Fans in der Halle, darunter der erste Bürgermeister der Stadt Stadtbergen, Paul Metz, und der neue FCA-Präsident Markus Krapf, zum Kochen, Ludwigsburg zeigte sich beeindruckt. Die jungen württembergischen Schwaben gaben aber noch nicht auf, vor allem ihr bester Akteur aus dem BBL-Kader, Nico Santana-Mojica, unternahmalles dafür, dass die BBA zur Halbzeit mit 10 Punkten Differenz Rückstand noch halbwegs in Schlagdistanz war.

Die Ansprache der Leitershofer Coaches Emanuel Richter und Martin Jankov sowie von Sportpsychologe Wayne Chico Pittman in der Halbzeit schien aber Wirkung zu zeigen und ließgar keinen Schlendrian beim Team um Kapitän Max Uhlich einreißen. Uhlich selbst betrat im dritten Viertel erstmals das Stadtberger Spielfeld, nachdem er die gesamte Vorbereitung aufgrund von Rückenbeschwerden nur eingeschränkt hatte absolvieren können. Das Tempo blieb weiter hoch, und da die Würfe bei der BG von außen weiter nicht so richtig fallen wollten, konzentrierte man sich auf die Anspiele auf Scekic und TeathloachPal bzw. attackierte mit guten Moves direkt den Korb. Beim Spielstand von 56:35, dem höchsten Vorsprung des Abends, war die Entscheidung gefallen. Und auch wenn im Basketball bekanntermaßen vieles möglich ist, eben auch einen solchen Rückstand aufzuholen, zeigte sich nun doch, dass die junge Leitershofer Mannschaft gegenüber den noch jüngeren Gästen aus der Region Stuttgart in der Spielanlage überlegen war. Für die Zuschauer blieb dadurch die Partie unterhaltsam, Ludwigsburg kämpfte aufopferungsvoll bis zum Schluss, auf beiden Seiten wurde zur Freude der Fans noch der ein oder andere Dunking eingestreut. Am Ende fuhren die Kangaroos aber den ersten wichtigen Saisonstart nach Hause und dürfen sich jetzt eine Woche über den zweiten Tabellenplatz freuen, der natürlich noch keine Aussagekraft hat. Wichtiger war, dass der Erfolg Sicherheit für die kommenden Aufgaben geben wird. Diese stehen am kommenden Sonntag auswärts in Oberhaching an, ehe es dann am Samstag darauf gegen Frankfurt zu Hause weitergeht.

BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen: Scekic(23), Lagermann (3), Mario Hack-Vazquez (4), Pal (11), Topalovic (5), Mayer (19), Uhlich (2), Londene(8), Kaufeld (2), Westermeir (4), Tomic, März.

Beste Werfer Ludwigsburg: Santana-Mojica (16), Edigin (11), Cotoara (10), Hartmann (9).

Stimmen zum Spiel:

BG-Coach Emanuel Richter: „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Natürlich habe ich bemerkt, dass die Jungs sehr nervös waren, erstes Spiel in der neuen Liga, dann gleich wieder so eine tolleKulisse. Zu sehen an der Dreierstatistik, nur ein Treffer von jenseits der Linie ist nicht unser Level. Wir haben es aber insgesamt gut gemacht. In einigen Phasen der Partie haben wir bereits ein Top Level erreicht, in anderen Phasen hat man gesehen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet. Daran werden wir weiter sehr hart arbeiten“.

BG-Kapitän Max Uhlich: „Danke an die Zuschauer für die großartige Unterstützung. Ich glaube, es war eine gute Leistung, alle Spieler haben sich voll reingehauen. Lucas und Nemanja waren überragend, aber auch alle anderen haben ihre Aufgabe erfüllt. Man hat glaube ich gesehen, dass man bei diesem Tempo in der Liga einen breiten Kader braucht. So darf es gerne weitergehen“.

Kangaroos-Geschäftsführer Andreas Moser: „Kompliment zunächst an Trainer und Team zu diesem furiosen Saisonstart. Nicht nur das Team war nervös, sondern die ganze Organisation. Ich glaube, unser Standort muss sich in der PRO B auch neben dem Spielfeld nicht verstecken. Wir können 2. Bundesliga. Die Halle war voll, dazu hatten wir über 1100 Zuschauer im Livestream, das ist ein guter Mehrwert für unsere Sponsoren. Den ein oder anderen Verbesserungsbedarf haben wir natürlich noch, gerade am Eingang waren die Wartezeiten wegen des neuen Onlineticketsystemsetwas zu lang. Das werden wir noch verbessern, insgesamt hat sich mein Team neben dem Feld heute aber auch das Feierabendbier redlich verdient“.

Man oft he match: Nemanja Scekic

Die vielleicht schwierigste Entscheidung an diesem Abend. Lucas Mayer oder Nemanja Scekic? Nemanja Scekic oder Lucas Mayer? Beide Spieler boten eine mehr als herausragende Leistung und hatten das Spiel fest im Griff. Am Ende hat sich die Jury hauchdünn für Scekic entschieden, wahrscheinlich dann wegen den minimalst besseren Scoutingwerte (Effizienz 29 zu 28). Der 21-jährige Slowene war in dieser Partie der Unterschiedsspieler. Sobald er auf dem Feld stand, veränderte sich jedes Mal die Statik des Spieles und Ludwigsburg hatte am Ende keinMittel gegen den 2,07 Meter Mann parat. 23 Punkte, 12 Rebounds, 2 Blocks und 2 Assist hatte der BG-Neuzugang am Ende auf dem Konto.