Der „Fall Linus Förster“ nimmt immer mehr an Dramatik zu. Der Rechtsausschuss des Landtags hatte am Mittwoch die Immunität des 51-Jährigen aufgehoben, bereits gestern wurde er verhaftet. Wie die Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigte, sitzt der ehemalige SPD-Funktionär nun in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Es geht um den Vorwurf sexuellen Missbrauchs und Kinderpornografie.

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Die Auswertung der in dem Ermittlungsverfahren gegen einen 51-jährigen Landtagsabgeordneten Linus Förster im November beschlagnahmten Unterlagen (wir berichteten) und weitergehende Ermittlungen haben den dringenden Verdacht weiterer Straftaten ergeben. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft Augsburg am heutigen Vormittag.

Nachdem der Landtag am 14.12.2016 auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Immunität des Mandatsträgers aufgehoben hat, wurde vom der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Augsburg antragsgemäß Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person, wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, wegen vorsätzlicher Körperverletzung und wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften erlassen.

Förster wurde, wie von uns bereits berichtet, gestern Abend festgenommen und heute der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Augsburg zur Eröffnung des Haftbefehls vorgeführt.

Im Hinblick auf die weiter laufenden Ermittlungen werden keine weiteren Auskünfte zu den einzelnen, dem Haftbefehl zu Grunde liegenden Sachverhalten erteilt. Der Haftbefehl wurde dem Beschuldigten von der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Augsburg eröffnet und in Vollzug gesetzt.