Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat am gestrigen Dienstag die Büro- und Privaträume eines Augsburger Landtagsabgeordneten durchsuchen lassen. Dies wurde heute offiziell bestätigt. Gegen den 51-jährigen wird wegen der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen und der vorsätzlichen Körperverletzung ermittelt.

Gegen Förster laufen Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft. | Foto: Wolfgang Czech
Gegen Förster laufen Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft. | Foto: Wolfgang Czech

In den heutigen Morgenstunden bestätigte die Augsburger Staatsanwaltschaft erste Anfragen der Medien. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens sei ein Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse des Amtsgerichts Augsburg eines 51-jährigen Landtagsabgeordneten in Wohn- und Büroräumen in Augsburg und in München vollzogen worden.

Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai erklärte: „Dem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen und der vorsätzlichen Körperverletzung liegt eine Strafanzeige zugrunde.“ Weitere Details wollte er nicht nennen.

Bei dem 51-jährigen Landtagsabgeordneten handelt es sich nach Informationen unserer Redaktion um den Bezirksvorsitzenden der SPD in Schwaben Linus Förster. Die SPD wird heute noch eine Sitzung zu diesem Thema abhalten.

Eine Anfrage unserer Redaktion blieb von Seiten Försters bis zur Stunde unbeantwortet. Gegenüber der Vorsitzenden der Augsburger SPD Ulrike Bahr versicherte Förster, dass es sich um eine private Angelegenheit handle, die nicht im Zusammenhang mit seiner Abgeordnetentätigkeit stehe. Er deutete ihr gegenüber an, dass die Anzeige aus einer „Beziehung zu einer erwachsenen Frau“ resulieren würde. „Es sind schwerwiegende Vorwürfe, die im Raum stehen.“, so Bahr. „Es gilt für die SPD Augsburg nichts zu vertuschen. Uns liegt viel daran möglichst schnell Klarheit zu haben.“