Russland drosselt die Gaslieferung über Nord Stream 1 und begründet das mit einer verzögerten Reparatur. Der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Michael Kellner sagt dazu im RTL/ntv „Frühstart“: „Ich will darüber nicht spekulieren. Aber wir wissen, dass die Gasleitung Nord Stream 1 jedes Jahr ganz reguläre Wartungsintervalle hat.“ Das würde jeden Sommer dazu führen, dass die Pipeline still gelegt werden müsse, um sie zu warten, sagt Kellner weiter. „Ob das jetzt damit zusammenhängt oder ob es andere Gründe gibt, versuchen wir gerade rauszufinden.“Gas G7A33995De 1280

Der Staatssekretär betont jedoch, dass Deutschland durch die Gas-Drosselung zur Zeit keinen Engpass befürchten müsse: „Aktuell gibt es keine Gefährdung der Energieversorgung.“ Kellner weist dabei darauf hin, dass die Gasspeicher in Deutschland einen Füllstand von über 50 Prozent hätten. „Das ist gut aber nicht ausreichend für den nächsten Winter“, so der Grünen-Politiker und betont, dass die Einspeicherung daher weiter vorangetrieben werden müsse. Dabei würde vor allem das unter Treuhandverwaltung stehende Unternehmen Gazprom Germania eine Schlüsselrolle einnehmen: „Gazprom Germania ist entscheidend für die Versorgungssicherheit im Land sowie für die Stabilität und die Verträge.“ Um das Unternehmen vor einer Insolvenz zu schützen, unterstützt die Bundesregierung Gazprom Germania jetzt mit einem Milliardenschweren Darlehen. „Gazprom Germania ist durch russische Sanktionen in Schieflage geraten, deswegen müssen sie zu höheren Kosten Gas kaufen und wir unterstützen sie, um die Preise halten und dämpfen zu können“, so Kellner zu den Gründen für die finanzielle Unterstützung.