Staatstheater Augsburg spielt unter 2Gplus-Regelung – Intendant mit klarer Ansage an Impfgegner

Entsprechend der von der Bayerischen Staatsregierung angekündigten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen gilt am Staatstheater Augsburg ab Mittwoch, dem 24.11.21 die sogenannte 2G-plus-Regel. Unterdessen hatte sich Staatsintendant Andre Bücker mit klaren Worten an die Impfgegner gerichtet: „Im Land der Dichter und Denker ist man nicht in der Lage, die Freiheit seinen Verstand zu gebrauchen zu nutzen, sondern reagiert nur auf Verbote und Zwang.“

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André Bücker Intendant Foto: Staatstheater /Peter Litvai

Entsprechend der von der Bayerischen Staatsregierung angekündigten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen gilt am Staatstheater Augsburg ab Mittwoch, dem 24.11.21 die so genannte 2G-plus-Regel. Zutritt erhält dann nur noch, wer nachweislich geimpft oder genesen und zusätzlich tagesaktuell negativ getestet ist (Antigen-Schnelltest, kein Selbsttest). Die FFP2-Maskenpflicht bleibt für die gesamte Zeit des Vorstellungsbesuchs bestehen. Zudem sehen die neuen Regeln vor, Spielstätten nur noch zu 25 % auszulasten.

Das Staatstheater Augsburg wird, auch bei der ab kommendem Mittwoch nur noch geringen Platzkapazität, alle im Spielplan angekündigten Vorstellungen spielen.

Dafür wird folgendermaßen vorgegangen:

  • Alle frei im Vorverkauf erworbenen Tickets werden mit sofortiger Wirkung storniert. Das Staatstheater informiert zeitnah über seine Website und Social Media über freie Platzkapazitäten und lädt alle Theaterinteressierten ein, neue Tickets für die Vorstellungen zu buchen.
  •  Alle Abonnenten, die über Tickets für Vorstellungen bis zum 15.12. verfügen, werden vom Besucherservice persönlich kontaktiert, um Rückgabe bzw. Neubuchung von Tickets individuell zu klären.
  • Schulvorstellungen finden nach derzeitigem Stand (22.11.) wie geplant statt.

Betroffen sind sämtliche Vorstellungstermine in allen Spielstätten bis einschließlich 15. Dezember 2021.

Die Theaterleitung bedauert diese Entwicklung sehr und arbeitet mit vollem Einsatz daran, seinem Publikum trotz Einschränkungen weiterhin Theater bieten zu können. »Nachdem das Publikum unser Haus in den vergangenen Wochen mit so viel Zuspruch und Interesse beschenkt hat, sind wir erschüttert, nun plötzlich den Einlass wieder so stark beschränken zu müssen. Das Theater war und ist ein sicherer Ort. Wir setzen derzeit alles daran, möglichst Vielen auch in der kommenden Zeit ein beglückendes Theatererlebnis bieten zu können«, meint Staatsintendant André Bücker.

Intendant mit klarer Ansage an Impfgegner

Der Intendant verlieh zudem heute seiner persönlichen Sicht der Dinge Ausdruck. Auf seinem privaten Facebook-Kanal forderte Bücker unter anderem eine Impfpflicht und richtete sich mit klaren Worten an die Impfgegner: „Im Land der Dichter und Denker ist man nicht in der Lage, die Freiheit seinen Verstand zu gebrauchen zu nutzen, sondern reagiert nur auf Verbote und Zwang.“

Hier das Statement im Wortlaut:

„Wir brauchen eine Impfpflicht durch die Vordertür. Anders wird man in Deutschland die Situation nicht in den Griff kriegen. Der deutsche Michel in seiner bräsigen Bockigkeit hat nun hinlänglich Gelegenheit gehabt, seine allgemeine Unfähigkeit dazu unter Beweis zu stellen. Auch in der Vergangenheit wurden hierzulande alle vernünftigen Regelungen bis zur letzten Patrone bekämpft, siehe Helmpflicht, Gurtpflicht, Rauchverbote. Im Land der Dichter und Denker ist man nicht in der Lage, die Freiheit seinen Verstand zu gebrauchen zu nutzen, sondern reagiert nur auf Verbote und Zwang. Nun denn. Aber halt, es gibt eine Alternative: Wir ruinieren einfach weiterhin die Zukunft und die psychische Gesundheit unserer Kinder, richten die Kultur und weitere ganze Branchen zugrunde und vernichten massenhaft berufliche Existenzen.“