Ab dem 29. Juni bringt das Staatstheater Augsburg Andrew Lloyd Webbers weltbekannte Rockoper „Jesus Christ Superstar“ auf die Freilichtbühne am Roten Tor. Im Rahmen einer Pressekonferenz gab das Produktionsteam heute Einblicke in die Neuinterpretation des Musical-Klassikers.

jcs_pk_foto_jan-pieter_fuhr8602 Staatstheater Augsburg bringt Rockoper "Jesus Christ Superstar" auf die Freilichtbühne Augsburg Stadt Bildergalerien Kunst & Kultur News Newsletter Andrew Lloyd Webber Freilichtbühne Augsburg Jesus Christ Superstar Markus Neugebauer Sidonie Smith Staatstheater Augsburg | Presse Augsburg
Markus Neugebauer | Foto: Jan-Pieter Fuhr

Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie Leipzig und Preisträger des International Musical Awards, arbeitet bereits seit Jahrzehnten als Schauspieler und Regisseur, u. a. am Theater des Westens, am Hansa Theater/Berlin und am Volkstheater Rostock. Schon mehrfach stand er für „Jesus Christ Superstar“ auf der Bühne. Nun freut er sich auf seine erste Inszenierung des ihm wohlbekannten Stücks.

Karel Spanhak (Bühnenbild „Herz aus Gold“) setzt bei „Jesus Christ Superstar“ auf ein klassisches Bühnenbild, das einem gigantischen Amphitheater gleicht. Die Augsburger Philharmoniker bringen unter der Leitung des zweiten Kapellmeisters Ivan Demidov und gemeinsam mit der Rockband Abyss eine Mischung aus gefühlvollen Balladen und Rockbeats zu Gehör. Unterstützt werden sie dabei vom Opernchor, dem Ballett Augsburg (Leitung Ricardo Fernando) und einem hochkarätigen Ensemble.

Für „Jesus Christ Superstar“ konnte das Staatstheater drei der renommiertesten Musicaldarsteller im deutschsprachigen Raum gewinnen, die im Rahmen der Pressekonferenz erstmals Songs aus dem Erfolgs-Musical präsentierten.

Markus Neugebauer ist dabei in der Titelrolle zu erleben. Für ihn hat die Leidensgeschichte Jesu, eine der ältesten Geschichten der Welt, bis heute nicht an Aktualität verloren. Sidonie Smith möchte mit ihrer Rolle nicht nur Maria Magdalena, sondern allen biblischen Frauen einen Namen geben. David-Michael Johnson weist auf die Schlüsselrolle von Judas hin, dessen Schicksal untrennbar mit dem von Jesus verbunden ist.

Das ist „Jesus Christ Superstar“

Der gerade erst 22-jährige Andrew Lloyd Webber schuf 1971 mit der Uraufführung von „Jesus Christ Superstar“ die Mutter aller Rockopern. Trotz heftiger Widerstände verschiedener christlicher Gruppierungen war die Originalinszenierung 720 Mal am Mark Hellinger Theatre in New York zu erleben.

1973 folgte die Verfilmung, die für zahlreiche Oscars und Golden Globes nominiert wurde. Hits wie „I Don’t Know How to Love Him“, „I Only Want to Say“ oder Herodes’ Song „Try It And See“ sprechen für sich selbst, aber das Werk erzielt insbesondere in der szenischen Umsetzung seine Wirkungskraft.

Der Autor Tim Rice, der neben Texten für Musicals auch an den Drehbüchern der Disney-Filme „Aladdin“ und „Der König der Löwen“ mitgearbeitet hat, verfasste in Anlehnung an die Evangelien die Handlung, die die letzten sieben Tage von Jesus’ Lebens umfasst.