Stadt Augsburg fördert Inklusionshotel – Aussicht auf mehr Chancen für Menschen mit Behinderung

Das im Bau befindliche Inklusionshotel des Vereins einsmehr e.V. bietet Aussicht auf mehr Chancen für Menschen mit Behinderung auf Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Hotel gilt auch deswegen als Leuchtturmprojekt für Inklusion in Augsburg, die Stadt hat ihre Unterstützung zugesagt. Die Übergabe des entsprechenden Zuschussbescheids ist nun erfolgt.

19_07_22_Zuschussübergabe-Inklusionshotel_Foto-Ruth-Plössel_Stadt-Augsburg_01 Stadt Augsburg fördert Inklusionshotel - Aussicht auf mehr Chancen für Menschen mit Behinderung Augsburg Stadt News Politik Augsburg Down-Syndrom einsmehr Inklusionshotel Kriegshaber Stadt Augsburg westhouse | Presse Augsburg
Zuschussübergabe für das Inklusionshotel. Vl. Volkmar Thumser, Karin Lange, Dr. Kurt Gribl, Dr. Stefan Kiefer, Jochen Mack. | Foto: Ruth Plössel, Stadt Augsburg

Eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bekommen – das ist eine der größten Schwierigkeiten, wenn es darum geht, die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Der Verein „eins mehr“ (Initiative Down Syndrom für Menschen mit Behinderung Augsburg und Umgebung) möchte mit dem Projekt eines „Inklusionshotels“ solche Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Die Hälfte der 24 Beschäftigten, die in diesem Hotel arbeiten, werden Menschen mit einer Behinderung sein.

Auch die Stadt Augsburg unterstützt das Vorhaben: Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Sozialbürgermeister Dr. Stefan Kiefer haben jetzt einen Zuschussbescheid über 150.000 Euro an Karin Lange als Vorsitzende des Vereins übergeben. Die Stadt bringt damit zum Ausdruck, dass sie das Inklusionshotel als ein „Leuchtturmprojekt in Sachen Inklusion für Augsburg“ bewertet, wie Gribl und Kiefer betonen.

In der Nähe der Universitätsklinik im Stadtteil Kriegshaber entsteht derzeit das Hotel mit 73 Zimmern als Teil des „Westhouse“-Komplexes. Von den Investitionskosten in Höhe von 1,6 Millionen muss der Verein 400.000 Euro selber aufbringen. „Der Traum unseres Vereins von einem inklusiven Hotel ist uns zunächst unerreichbar erschienen. Jetzt wird dieser Tram jeden Tag ein wenig mehr Realität“, so Karin Lange. Wie sie berichtet war im Frühjahr Spatenstich. „Der Baufortschritt ist unübersehbar und unser Plan, im Herbst 2020 das Hotel zu eröffnen, ist realistisch geworden“, sagt die Vorsitzende.

Beitrag zum „Aktionsplan Inklusion“

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zeigte sich beeindruckt, „wie durchdacht und entschlossen die Verantwortlichen ihr großes Ziel auf einer wirtschaftlich soliden Grundlage umsetzen – und ohne sich dabei als Verein zu übernehmen und damit in eine Unwucht zu kommen“, so der OB. Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer sieht in dem Inklusionshotel auch einen Beitrag zur Umsetzung der Ziele des „Aktionsplanes Inklusion“, den der Stadtrat unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft im Frühjahr verabschiedet hat. Darin ist unter anderem als Ziel beschrieben, die Chancen von Menschen mit Behinderung am allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern, besonders in der Altersgruppe von 21 bis 45 Jahren.