Die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplanes für die Stadt Augsburg ist abgeschlossen. Er beinhaltet die Erfassung der Ist-Situation, den Schutz ruhiger Gebiete sowie Maßnahmen zur Lärmreduktion in stark lärmbelasteten Bereichen.

Umweltreferent Erben | Foto: Wolfgang Czech

„Lärm ist ein Umweltproblem, von dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist. Insbesondere können zu hohe Lärmbelastungen gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Obwohl die negativen Auswirkungen einer zu hohen Lärmbelastung bekannt sind, hat diese vor allem in den großen Städten und Ballungsräumen ständig zugenommen“, beschreibt Umweltreferent Reiner Erben die Situation.

Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Union mit der Umgebungslärmrichtlinie Vorschriften zur systematischen Erfassung von Lärmbelastungen erlassen. Seit 2008 ist die Stadt Augsburg daher verpflichtet, einen Lärmaktionsplan zu erstellen (www.augsburg.de/laerm).

Im fortgeschriebenen Lärmaktionsplan für Augsburg wird ersichtlich, dass im Stadtgebiet insgesamt drei ruhige Bereiche im Stadtrandbereich und zehn relativ ruhige Gebiete ermittelt werden konnten. Bei den ruhigen Bereichen handelt es sich um die Lechauen in der Firnhaberau, den Siebentischpark und den Bereich Kuhsee; Zu den relativ ruhigen Bereichen zählen u.a. der Elias-Holl-Platz, der Fronhof/ Hofgarten sowie verschiedene Friedhofsareale.

Hauptlärmquelle: Straßenverkehr

Nach wie vor zeigen Lärmkarten und Bürgerumfragen, dass der Straßenverkehr die Hauptlärmquelle im Stadtgebiet darstellt. Aufgrund des relativ dichten Straßennetzes in Stadtgebiet, sind wirklich ruhige Gebiete daher nur im Stadtrandbereich zu finden. „Trotzdem ist es wichtig, gerade die relativ ruhigen Gebiete in der Innenstadt, die im Verhältnis zu ihrer Umgebung deutlich leiser sind, zu schützen. Sie sind für die Kurzzeiterholung besonders wichtig“, so der Umweltreferent.

Als Maßnahme zur Lärmminderung ist unter anderem eine Geschwindigkeitsreduktion von 60 km/h auf 50 km/h in der Haunstetter Straße vorgesehen. Die Umsetzung der Maßnahme kann jedoch erst erfolgen, wenn die Ampelanlage ausgetauscht ist, da diese nicht ohne weiteres an eine reduzierte Geschwindigkeit angepasst werden kann. Die Modernisierung der Ampeln ist ab Mitte 2018 schrittweise geplant.

Darüber hinaus soll bei Straßenarbeiten, die ohnehin anfallen, der Einbau eines lärmarmen Asphaltes geprüft werden.