Die Stadt Augsburg hat die Patenschaft für die neue Korvette der Deutschen Marine, Klasse K130, mit dem Namen „Augsburg“ übernommen. Die feierliche Schiffstaufe findet am Donnerstag, 8. Mai, in Hamburg statt. Taufpatin ist Sigrun Maxzin-Weigel, Leiterin des Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrums Augsburg.
Da Oberbürgermeisterin Eva Weber aufgrund des Rahmenprogramms zum 375-jährigen Jubiläum des Hohen Friedensfestes in Augsburg gebunden ist, wird sie von Drittem Bürgermeister Bernd Kränzle vertreten, der bereits bei der Kiellegung des Schiffes am 13. Juli 2021 anwesend war.
Freundeskreis zur Stärkung der Verbindung zwischen Marine und Stadtgesellschaft
Um die Akzeptanz und Sichtbarkeit der Marine in Augsburg zu fördern, wird ein „Freundeskreis Korvette Augsburg“ ins Leben gerufen. Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren und an der Schiffstaufe teilnehmen möchten, können sich bis Freitag, 7. März, über ein Kontaktformular unter augsburg.de/marineschiff anmelden.
OB Weber: „Verbindung stärkt Austausch zwischen Marine und Gesellschaft“
Die Patenschaft hat das Ziel, die Beziehung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken. Neben offiziellen Delegationsbesuchen fanden in der Vergangenheit bereits Familienfahrten und Empfänge der Besatzung in Augsburg statt.
„Die langjährige maritime Tradition unserer Stadt findet mit der Patenschaft für die neue Korvette ‚Augsburg‘ eine würdige Fortsetzung. Diese Verbindung stärkt den Austausch zwischen Marine und Gesellschaft – ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, Teil dieses besonderen Engagements zu werden“, betont Oberbürgermeisterin Eva Weber.
Auch Vizeadmiral a.D. Andreas Krause, ehemaliger Inspekteur der Marine, unterstreicht die Bedeutung der Patenschaft: „In Zeiten hoher Einsatzbelastung und langer Abwesenheiten von zuhause sind es eben solche Patenschaften, die den Männern und Frauen der Marine die Gewissheit geben, dass sie in der Mitte der Gesellschaft stehen. An sie wird auch gedacht, wenn sie fernab der Heimat ihren Dienst für unser Land leisten.“
Maritime Tradition in Augsburg
Die Stadt Augsburg blickt auf eine lange Tradition von Patenschaften mit Schiffen der Deutschen Marine zurück. Bereits 1909 erhielt ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine den Namen „Augsburg“. Diese Verbindung setzte sich mit weiteren Schiffen fort, zuletzt mit der Fregatte „Augsburg“ (Klasse 122), die von 1989 bis 2019 im Einsatz war. Ihre Besatzung pflegte eine enge Partnerschaft mit der Stadt, insbesondere mit dem Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Augsburg.
Mit der Außerdienststellung der Fregatte 2019 stellte sich die Frage nach einer Fortführung dieser Tradition. Die Übernahme der Patenschaft für die neue Korvette „Augsburg“ ist nun die Antwort darauf.


