In Augsburg und in der Region sollen Produktion und Verbrauch heimischer Bio-Lebensmittel angekurbelt werden. Aus diesem Grund bewerben sich derzeit die Stadt und der Landkreis Augsburg gemeinsam um die Auszeichnung zur staatlich anerkannten Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg.

Das Lechtal-Lamm ist ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Vermarktung heimisch erzeugter Bio-Lebensmittel. Bildnachweis 1: Nicolas Liebig, LPV Stadt Augsburg e.V.

Hintergrund der Initiative ist das Landesprogramm BioRegion Bayern 2020. Deren Ziel ist es, die Bio-Produktion in Bayern bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Der Wettbewerb um die Auszeichnung „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion (ÖMR)“ will diesen Prozess unterstützen und das öffentliche Bewusstsein dafür stärken.

Bis März entscheidet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. ob die Stadt und der Landkreis Augsburg die Auszeichnung erhalten. Für diesen Fall übernimmt das Ministerium 75 Prozent der Kosten, den Rest teilen sich die Projektträger. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für zwei Jahre. Nach deren Ablauf kann eine dreijährige Verlängerung beantragt werden.

Projektpartner und Gebietskulisse

Projektpartner der Bewerbung sind neben dem städtischen Gesundheitsamt und der Wirtschaftsförderung des Landkreises unter anderem der Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V. und die beiden Landschaftspflegeverbände. Das Projektgebiet der „ÖMR Stadt.Land.Augsburg“ umfasst das Augsburger Stadtgebiet sowie kreisangehörigen Gemeinden in der LechWertach-Ebene sowie im Naturpark Augsburg Westliche Wälder.

Offenhaltung von Flächen für mehr Artenreichtum

Ziel der ÖMR ist, landwirtschaftliche Nutzungsformen zu fördern, die zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften beitragen. Ein Beispiel dafür ist etwa die Wanderschäferei in den Heiden des Lech- und Wertachtals aber auch im Augsburger Stadtgebiet. Eine solche Beweidungsform dient der Offenhaltung von Flächen und damit dem Erhalt der pflanzlichen Artenvielfalt sowie der heimischen Fleischerzeugung – Stichwort „Lechtal-Lamm“. Auch für das Gastronomie- und Hotelgewerbe sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel zu verwenden.