Stadtgebiet Augsburg  | Vermehrtes Auftreten von betrügerischen Schockanrufen

Im Stadtgebiet Augsburg kam es in den letzten Tagen wieder vermehrt zu Schockanrufen, insbesondere bei älteren Menschen.

Mit immer wieder leicht veränderten Geschichten soll den Angerufenen dabei weisgemacht werden, dass Kinder oder Enkel einen tödlichen Unfall verursacht hätten und gegen Zahlung einer (in der Regel fünfstelligen) Kaution vor dem Gefängnisaufenthalt bewahrt werden können. Hierbei täuschen die Betrüger vor von der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht zu sein.
Relativ neu hingegen ist, dass sich die Anrufer als Pfleger, Ärzte oder Professoren von Kliniken ausgeben und den Angerufenen mitteilen, dass ein naher Angehöriger schwer krank in der Klinik liege und zur erfolgreichen Behandlung teure Medikamente aus der Schweiz benötigt werden.

In einem Fall von gestern wurde eine Rentnerin mit dieser Masche angerufen und zur Untermauerung der Glaubwürdigkeit an einen Prof. Dr. Dr…. weitergegeben, der ihr dann eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit aus der Schweiz vorschlug, um das Leben ihres Sohnes zu retten. Dieses Medikament müsste aber per Helikopter abgeholt und im Voraus bezahlt werden. Hierfür fallen 25.000 Euro an, wobei auch Schmuck als Zahlungsmittel in Frage käme.

In einem anderen Fall, ebenfalls von gestern Nachmittag, erhielt eine über 60-Jährige einen betrügerischen Anruf aus der Uniklinik. Die Telefonbetrügerin erklärte der Angerufenen, dass ihr Sohn im Krankenhaus liege und an Covid19 erkrankt sei. Außerdem habe er nur noch ein Lungenvolumen von etwa 15 %, ohne Medikamente werde er die Nacht nicht erleben. Es gebe aber hierfür ein sehr teures Medikament aus der Schweiz, deren Kosten die Angerufene aber übernehmen müsse.

Ein ähnlicher Fall wurde auch im Landkreis Augsburg gemeldet… 

In allen geschilderten Fällen kam es nicht zu einer Vermögensschädigung. Mit weiterem Auftreten – auch in abgewandelter Form, insbesondere jetzt in der Vorweihnachtszeit – muss gerechnet werden.

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