Stadtrat stellt Weichen für neue Streckenführung der Linie 5

Der Augsburger Stadtrat hat sich am heutigen Donnerstag mehrheitlich für die neue Streckenführung der Linie 5 entschieden, doch einige gaben dabei keine Stimme ab und verließen vorher den Saal. Dagegen stimmten Alexander Süßmair (Die Linke) und zwei Stadträte der Freien Wähler. Die Mitglieder der AfD, zwei Stadträte von Pro Augsburg und Otto Hutter (Linke) hatten vor der Abstimmung den Saal verlassen.

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Foto: swa

Die AfD bezog noch heute Stellung zum Vorgehen: „Ohne eingehende Beratungsmöglichkeit, so etwas im Galopp durchzusetzen, ist der Größe und Bedeutung in keinster Weise angemessen. Zudem wird hier das gute und wertvolle Recht „Beratungsbedarf anzumelden“ einfach weggeschoben, wir fühlen uns hier als Stadträte nicht ernst genommen .“, beklagte die Fraktion.

Ganz anders sieht das die Grüne Stadtratsfraktion und freut sich, das nun endlich mit der Umsetzungsphase begonnen werden kann. Stephanie Schuhknecht: „Aus unserer Sicht muss die Linie 5 mit aller Kraft und unabhängig von der Fertigstellung des Bahnhofstunnels voran gebracht werden, denn die Bürgerinnen und Bürger warten schon viel zu lange auf eine bessere ÖPNV-Anbindung des Augsburger Westens. Die nun beschlossene Flügelung im Thelottviertel war eine Idee, die erst in den Bürgerwerkstätten entstanden ist und die letztlich die Lasten der neuen Linie im Quartier am gerechtesten verteilt.“

Die neue Linie 5 soll vom Hauptbahnhof zum Augsburger Klinikum fahren. Dabei sollen die Straßenbahnen die Wertach an der Luitpoldbrücke überqueren und über die Hessenbachstraße zur Bürgermeister-Ackermann-Straße fahren. Die ersten 300 Meter der Trasse nach dem Bahnhofstunnel sollen dabei je nach Fahrtrichtung getrennt verlaufen. Stadtauswärts auf der Rosenau- und Pferseer Straße, stadteinwärts auf der Perzheim- und Hörbrotstraße.

Bis es soweit ist, wird aber noch viel Wasser die Wertach hinab fließen: Mit einer Fertigstellung der Trassen für die Linie 5 wird nicht vor 2019 gerechnet. Das Projekt wird derzeit auf Kosten von rund 60 Millionen Euro geschätzt.