Städtebauförderprogramm | Rund 8,9 Millionen Euro für 28 Gemeinden in Schwaben

Im Jahr 2020 wird eine umfangreiche Neustrukturierung der Städtebauförderung umgesetzt. „Mit den drei neuen Programmen machen wir die Städtebauförderung einfacher und verständlicher. Damit sind wir weiterhin ein verlässlicher Partner für die bayerischen Städte und Gemeinden“, so Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ leistet einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Innenentwicklung der Städte und Gemeinden. „Unser Ziel ist es, innerörtliche Flächenpotenziale zu mobilisieren. So wollen wir Leerstände beseitigen und auf Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen lebenswerte Quartiere gestalten“, so Schreyer weiter. Dieses Jahr erhalten 28 Städte und Gemeinden in Schwaben Fördermittel in Höhe von 8,9 Millionen Euro.

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Auch für die Augsburger Maxstraße wurden Fördermittel zu Verfügung gestellt Foto: Wolfgang Czech

Dank der Städtebauförderungsmittel kann dieses Jahr beispielsweise die Stadt Donauwörth die Konversion der militärischen Liegenschaft fortsetzen. Auf den Flächen der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne soll ein stadtnahes Wohnquartier mit großzügigen Naherholungsflächen entstehen. Die Vorgaben für die Umsetzung der Maßnahme liefert ein Rahmenplan als Ergebnis eines Architektenwettbewerbs. Die Stadt Neusäß wird die städtebauliche Erneuerung ihres Stadtteils Westheim weiter vorantreiben und die Neugestaltung eines ersten Abschnitts der von-Rehlingen-Straße beginnen. Die südliche Stadtzufahrt bekommt durch gestaltete Randbereiche und mehr Grün ein neues Gesicht. „Der Landkreis Augsburg wird im Förderprogramm mit 730.000 Euro berücksichtigt“, ergänzt Dr. Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler. „Diese Fördergelder werden dabei für die Interkommunale Kooperation „AG Lechfeldgemeinden“ in Graben und Klosterlechfeld mit jeweils 30.000 Euro und in Untermeitingen mit 70.000 Euro verwendet.“

„Augsburg erhält 2.780.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung 2020“ für die weitere Quartiersentwicklung im Textilviertel, in Hochzoll, für den Hauptbahnhof mit Umfeld, in Pfersee/Sheridan Kaserne, in Kriegshaber/Reese-Kaserne, in Haunstetten und für die Kaisermeile Maximilianstraße“, weiß der Augsburger Landtagsabgeordnete Johannes Hintersberger zu berichten.

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Johannes Hintersberger, MdL mit MdL a.D. Erwin Huber und Augsburgs Baureferent Gerd Merkle im Sheridan-Areal.

Insgesamt werden 242 Gemeinden unterstützt

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt bayernweit 242 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 68 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 100,1 Millionen Euro. Wesentliche Förderschwerpunkte sind 2020 die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung. Mit dem neuen Programm steht ein Förderinstrument zur Verfügung, mit dem gezielt Impulse für neue Entwicklungen gesetzt werden können.

Förderstruktur wurde 2020 angepasst

Zum Programmjahr 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Ein wichtiger Beitrag zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung. Bundesinnenminister Seehofer: „Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben. Zudem wird der Klimaschutz zur Fördervoraussetzung. Städtebauförderung ohne Klimaschutz wird es künftig nicht mehr geben.“ Neben der energetischen Gebäudesanierung ist hierbei die Verbesserung der von innerörtlichen naturnahen Flächen ein wesentlicher Baustein. Attraktive Grün- und Freiflächen steigern nicht nur die Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Gemeinden, sondern sorgen auch für ein besseres Stadtklima. Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Freizeiteinrichtungen fördern zudem die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.

Fördermaßnahmen in Schwaben

  • Altenstadt, Ortskern, 240.000 Euro
  • Asbach-Bäumenheim, Gewerbebrache AGCO, 360.000 Euro
  • Augsburg, Kaisermeile, Textilviertel, Hochzoll, Hauptbahnhof mit Umfeld, Sheridan-Kaserne / Pfersee, Reese-Kaserne / Kriegshaber, Haunstetten, 2.780.000 Euro
  • Buchloe, Innenbereich, 180.000 Euro
  • Donauwörth, Alfred-Delp-Kaserne und Innenstadt, 1.200.000 Euro
  • Füssen, Hanfwerkeareal, 120.000 Euro
  • Graben, Interkommunale Kooperation „AG Lechfeldgemeinden“ 30.000 Euro
  • Günzburg, Gewerbebrache Auweg, 120.000 Euro
  • Illertissen, Altstadt und Bereich Nord-West, 254.000 Euro
  • Klosterlechfeld, Interkommunale Kooperation „AG Lechfeldgemeinden“ 30.000 Euro
  • Lindau (Bodensee), Inselstadt und Reutin, 486.000 Euro
  • Memmingen, Steinheim, 300.000 Euro
  • Mertingen, Ortskern, 60.000 Euro
  • Mindelheim, Bahnhof, 150.000 Euro
  • Monheim, Altstadt, 30.000 Euro
  • Neusäß, Neue Mitte Westheim, 600.000 Euro
  • Nördlingen, Altstadt / Bahnhofsbereich, Wemdinger Viertel, 382.000 Euro
  • Pfaffenhofen a.d.Roth, Ortskern, 60.000 Euro
  • Pfronten, Ortsteil Ried, 180.000 Euro
  • Rain, Altstadt, 60.000 Euro
  • Senden, Stadtmitte und Webereigelände, 150.000 Euro
  • Sonthofen, Stadtkern, 450.000 Euro
  • Tapfheim, Ortskern, 180.000 Euro
  • Untermeitingen, Interkommunale Kooperation „AG Lechfeldgemeinden“ 70.000 Euro
  • Wallerstein, Ortskern, 30.000 Euro
  • Weißenhorn, Altstadt, 180.000 Euro
  • Wemding, Altstadt, 30.000 Euro
  • Ziemetshausen, Ortskern, 150.000 Euro

Eine Übersicht über die Programmkommunen und weitere Informationen zur Städtebauförderung sind im Internet verfügbar.