Stadt- und Ortskerne von Kommunen erleben einen starken Wandel. Dies merkt man besonders in den Fußgängerzonen, wenn Gebäude und Geschäfte leer stehen. Kommunen, die kreative Ideen haben und sich nachhaltig für eine Instandsetzung ihrer Zentren einsetzen, erhalten von Bund und Freistaat finanzielle Unterstützung. „In diesem Jahr unterstützen wir 18 Gemeinden in Schwaben mit rund 5,2 Millionen Euro von Bund und Freistaat. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen damit 8,2 Millionen Euro nur für Projekte in Schwaben zur Verfügung“, teilte Bayerns Bauminister Dr. Hans Reichhart am Dienstag mit.

image005 Stärkung der Ortskerne - 18 Gemeinden in Schwaben erhalten rund 5,2 Millionen Euro vom Freistaat Aichach Friedberg Augsburg Stadt Dillingen Günzburg Kempten Landkreis Augsburg Memmingen News Oberallgäu Ostallgäu Politik Unterallgäu Aichach Augsburg Babenhausen bayern Dillingen Dr. Hans Reichhart Füssen Günzburg ImmenstadtMemmingen Kempten Lindau Neusäß Ortskern Sädteförderung Schwaben Schwabmünchen | Presse Augsburg
„Die Stadt Augsburg bekommt für das Jahr 2019 über 1,2 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung. Das ist eine sehr gute Nachricht und gleichzeitig die planungssichere Grundlage für unsere Stadtteilzentren und die Stadtentwicklung in Augsburg“, dankt der Augsburger Abgeordnete Johannes Hintersberger (links)

Dank der Unterstützung kann dieses Jahr beispielsweise die Stadt Günzburg im Stadtzentrum mit der barrierefreien Umgestaltung des Marktplatzes und der Altstadtgassen starten. Grundlage ist das städtebauliche Konzept zur Barrierefreiheit. Finanziert wurde das Konzept im Modellvorhaben ‚Bayern Barrierefrei 2023 – die barrierefreie Gemeinde‘. Als wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Mobilität im Oberallgäu bereitet der Markt Oberstdorf derzeit den Neubau des Busbahnhofes vor und wird hierbei auch mit Städtebauförderungsmitteln unterstützt.

Das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Leben findet Innenstadt“ unterstützt bayernweit 93 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 34,5 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 54,1 Millionen Euro. Ziel ist eine bessere und vielfältigere Nahversorgung. Bauminister Reichhart will außerdem soziale Wohnformen und Infrastruktureinrichtungen damit fördern. „Wir wollen den öffentlichen Raum aufwerten sowie Stadtbaukultur und stadtverträgliche Mobilität pflegen. Zudem unterstützen wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gerade das gemeinsame Handeln von Wirtschaft, Bürgerschaft und öffentlicher Hand trägt wesentlich zum Erfolg bei“, so Reichhart.

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: „Der Bund ist und bleibt ein verlässlicher Partner an der Seite der Länder und Kommunen: auch 2019 stellen wir knapp eine Milliarde Euro an Bundesfinanzhilfen für die städtebauliche Förderung zur Verfügung. Darüber hinaus fokussieren wir 2019 unsere Unterstützung stärker auf den Erhalt und die Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen sowie die Nutzung innerörtlicher Brachflächen für den Wohnungsbau. Damit leisten wir einen Beitrag zur Innenentwicklung und zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Gleichzeitig setzen wir so ein Ergebnis des Wohnungsgipfels um. Die Schaffung von neuem Wohnraum muss immer auch mit einer attraktiven Umfeldgestaltung und guten Infrastrukturen einhergehen.“

Der Bund unterstützt die Länder und Kommunen auch in diesem Jahr mit Bundesfinanzhilfen der Städtebauförderung in Höhe von 790 Millionen Euro. Die Städtebauförderprogramme „Soziale Stadt“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Stadtumbau“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“, „Kleinere Städte und Gemeinden“ und „Zukunft Stadtgrün“ werden auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt. Hinzu kommt der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ mit 200 Millionen Euro Programmmitteln des Bundes, mit dem die Kommunen den wichtigen Ausbau und die Sanierung ihrer sozialen Infrastruktur vorantreiben können. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.