Mit einem Großaufgebot an Kräften rückten die Feuerwehren nach Unterach, einem Ortsteil von Rehling, im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg an. Dort stand am Mittwochnachmittag (14.09.2022) ein landwirtschaftliches Anwesen in Flammen. Ein Schwein verendet, aber keine Personen verletzt.

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© vifogra / Goppelt

Es ist gegen 15 Uhr am Mittwochnachmittag, als Robert Finsterer nach Hause kommt. Er geht nach draußen und beginnt den Rasen zu mähen. Er muss immer ein Stück vor und zurückfahren. „Dann, beim Rückwärtsfahren sehe ich eine ganz schwarze, dunkle Wolke. Ich habe echt gedacht, ein Flugzeug ist abgestürzt, ehrlich so schlimm war das“, erzählt er noch immer fassungslos. Plötzlich sieht er einen Hubschrauber am Himmel und macht der Besatzung mit Handzeichen deutlich, dass es da hinten brennt.

Danach geht er zu sich nach Hause und schaut aus dem Fenster, was da eigentlich genau brennt. Die Angst sitzt schon ein klein wenig im Nacken, bis die Feuerwehr kommt. „Dann ist ja mit einem Mal die Feuerwehr und alles gekommen, da dachte ich, jetzt kann nichts mehr passieren“, erzählt Roland Finsterer. Lediglich der Geruch macht ihm zu schaffen: „Ich habe dann nur geschaut, dass die Fenster und alles zu ist, weil da hat es ja geraucht und es hat gestunken, also furchtbar war das katastrophal“.

„Bei Eintreffen von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr stand der Dachstuhl des Anwesens bereits lichterloh in Flammen“ berichtet Markus Bommler, Stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Aichach. Glücklicherweise befanden sich keine Personen im Gebäude, aber rund 130 bis 150 Schweine. Durch das rasche Handeln der Feuerwehr breitet sich der Dachstuhlbrand nicht in den Stallbereich aus und die Wehren führen auch ständig frische Luft für die Tiere zu. Nach einer halben Stunde sind die Flammen unter Kontrolle.

„Jetzt schaut man, dass man die Tiere alle rausbringt aus dem Stall. Die werden in einem benachbarten Schweinestall wieder untergebracht. Das wird mit Hilfe von umliegenden Landwirten wird das gemacht und dann schauen wir halt, dass wir alle Tiere rausbringen“, so Christian Happach, Kreisbrandrat der Feuerwehren im Landkreis Aichach. Fast bei allen Tieren gelingt das auch, aber ein Schwein verstirbt. Der Grund ist unklar. „Möglicherweise ist es aufgrund der Aufregung verstorben“, der Kreisbrandrat. Doch bis die Arbeiten komplett abgeschlossen sind, wird es noch bis in die Nacht hinein dauern. Die Brandermittler der Kriminalpolizei versuchen nun die Ursache des Feuers zu ergründen.