Anlässlich des drohenden Stellenabbaus bei Premium AEROTEC hatte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gestern Gespräche mit Vertretern der Geschäftsführung und des Betriebsrats des Augsburger Luftfahrtzulieferers geführt und Entwicklungsmöglichkeiten für die Airbus-Tochter ausgelotet.

Aiwanger: „Premium AEROTEC ist ein Vorzeigebetrieb und soll es auch bleiben.“ Das Unternehmen müsse unbedingt wettbewerbsfähig gehalten werden, dazu solle der Anpassungsprozess im Unternehmen nun gezielt weitergeführt werden. Aiwanger weiter: „Der Standort muss gestärkt werden, um im internationalen Wettbewerb weiterhin mithalten zu können. Dazu müssen wir auch in Zukunftsmaterialien und die Digitalisierung investieren. Ich begrüße die Ehrlichkeit und Offenheit, mit der die Unternehmensführung und die Arbeitnehmervertreter die anstehenden Herausforderungen heute mit mir diskutiert haben. Es verdient auch großen Respekt, dass die Unternehmensleitung die Sachlage frühzeitig kommuniziert. So haben wir gemeinsam Zeit, den Anpassungsprozess sozialverträglich zu gestalten.“

Premium AEROTEC ist einer der weltweit führenden Zulieferer von Flugzeugstrukturen und beschäftigt derzeit rund 10.000 Mitarbeiter an sechs Standorten in Deutschland und Rumänien. Am Hauptsitz in Augsburg sind rund 3.600 Mitarbeiter tätig. Bei einer Betriebsführung konnte sich Aiwanger von der Innovationskraft des Unternehmens überzeugen.

Der Raum Augsburg ist eine attraktive Region mit vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachkräfte, zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrttechnologie, der Umwelttechnologie oder im Bereich der Neuen Materialien. Aiwanger hofft, dass Arbeitnehmer, die bei Premium AEROTEC gegebenenfalls freigesetzt werden müssen, von anderen Betrieben der Region übernommen werden, die händeringend Fachkräfte suchen.