Stark gespielt und doch verloren – ESV Kaufbeuren mit Niederlage in Freiburg

Für den ESV Kaufbeuren stand heute Abend im Freiburg das dritte Spiel binnen vier Tagen auf dem Programm. ESVK Trainer Rob Pallin schickte dabei das fast identische Team wie am Freitag gegen die Eispiraten Crimmitschau in das Rennen um drei Punkte. Denis Pfaffengut bekam eine Pause verordnet und Fabian Koziol rückte zurück in das Lineup. Kurz vor Spielbeginn musste dann leider Torhüter Maxi Meier passen, der sich beim Warmup eine Verletzung zuzog und Jan Dalgic kam somit kurzfristig zum Einsatz.1000Px Esv Kaufbeuren Logo.svg

Wie schon beim letzten Auftritt in Freiburg gelang den Joker auch dieses Mal alles andere als ein guter Start. Bereist in der ersten Spielminute patzten die Allgäuer in der eigenen Zone und Scott Allen hatte aus kurzer Distanz keine Mühe, zum schnellen 1:0 für die Hausherren, einzunetzen. In der Folge sollte sich ein ausgeglichenes Spiel entwickeln, ohne dass dabei aber auf beiden Seite wirklich große Chancen kreiert wurden. Ein erstes Powerplay der Breisgauer in Spielminute 16 sollte dann auch schon für das 2:0 sorgen. Verteidigten die Joker die erste Minute noch gut und auch Jan Dalgic konnte sich einmal mit der Fanghand auszeichnen, brockten sich die Kaufbeurer das dann folgende Gegentor wieder einmal irgendwie selbst ein. Sören Sturm hatte die Scheibe bei einem Befreiungsversuch nicht aus der Zone gebracht, sondern blieb dabei an Daniel Oppolzers Rücken hängen und der Puck viel einem Wölfe Spieler direkt vor den Schläger. Die Freiburger waren somit wieder in Position und Sekunden später, wurde ein Schuss von der blauen Linie von Chris Billich in den ESVK Kasten abgefälscht. Für den ESVK bedeutete dies nach einem eigentlich guten Auftritt aber zur ersten Pause einen zwei Tore Rückstand.

Die Joker zeigten dann ein starkes zweites Drittel. Chancen auf den Anschlusstreffer gab es für die Mannschaft von Trainer Rob Pallin dabei zu Hauf. Unter anderem scheiterte Tyler Spurgeon schon im ersten Wechsel nach Pause aussichtsreich an Ben Meisner im Kasten der Wölfe und dieser stand dabei nun auch immer mehr im Mittelpunkt des Spieles. Zwei Überzahlspiele ließen die Kaufbeurer trotz guter Chancen leider ebenfalls liegen und auch hier war es Ben Meisner, der mehrfach stark parierte. Ein weiteres Powerplay der Hausherren verteidigten die Allgäuer aber ebenfalls sehr gut. In den letzten Minuten des Mitteldrittels erhöhten die Kaufbeurer nochmals den Druck auf die Freiburger, was sich dann nun auch endlich auf der Anzeigentafel bemerkbar machen sollte. Tyler Spurgeon war mit einem Abstauber aus kurzer Distanz zur Stelle und erzielte das wichtige 2:1 Anschlusstor in der 38 Spielminute. In den letzten zwei Minuten bis zur Pausensirene hatten die Joker noch bei zwei, drei ganz gefährlichen Aktionen vor Ben Meisner den Ausgleichstreffer auf dem Schläger, verpassten aber in Person von Max Lukes, Tobias Wörle und Sami Blomqvist jeweils knapp.

Auch im Schlussabschnitt zeigten die Allgäuer weiter ein tolles Spiel und drängten wehemend auf den Ausgleichstreffer, gaben dabei aber auch den Wölfen dadurch ach immer wieder gute Gegenangriffe. Einen solchen hätten die Freiburger nach einen schönen Pass durch den Slot fasst zum 3:1 genutzt. Der Freiburger Stürmer aber scheiterte am spektakulär agierenden Jan Dalgic und die Joker waren weiter im Spiel. Auf der anderen Seite wurde es wie schon im zweiten Drittel ein „Duell“ der ESVK Stürmer gegen Ben Meisner. Der Torhüter der Freiburger brachte die Kaufbeurer immer wieder mit starken Paraden schier zur Verzweiflung, bis in der 53. Spielminute Fabian Voit die Scheibe im Fallen zum 2:2 Ausgleichstreffer über die Linie buchsierte. Die Joker hatten sich endlich für ihren großen Aufwand und ihr sehr gutes Spiel belohnt. Leider konnten die Breisgauer aber kaum einen Minute später zurückschlagen. Ein Pass durch den Torraum von der langen Bandenseite aus, fand Andree´ Hult und der Schwede traf zum 3:2 für den EHC Freiburg.

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Der ESVK ließ sich aber nicht beirren und versuchte wiederum auf den Ausgleichstreffe zu drücken. Als die Joker wieder starken Druck auf die Freiburger aufbauten, gab es in den Schlussminuten noch eine Reihe an richtig guten Abschlussmöglichkeit. Begünstigt wurde dies dann auch noch durch einen Strafe für den EHC und der ESVK konnte zunächst mit fünf gegen vier und dann noch mit sechs gegen vier Feldspielern agieren. Dabei traf Sami Blomqvist 20 Sekunden vor der Schlusssirene noch die Latte. Auch die letzten 20 Sekunden nutzten die Kaufbeurer weiter gut aus, aber Ben Meisner im Kasten der Breisgauer verhinderte mehrfach den dritten Treffer des ESVK. Somit sicherte der Schlussmann der Hausherren seinem Team drei Punkte und die Joker mussten sich, trotz einem wirklich starken Auswärtsspiel, schlussendlich denkbar knapp mit 3:2 geschlagen geben.