Starker Einstand von McClure – Augsburger Panther stoppen Negativserie in Nürnberg

Die Augsburger Panther konnten ihre Negativserie dank zweier Treffer von Last-Minute-Neuzugang Brad McClure in Nürnberg beenden. Am Ende reichte es für die Panther zu einem Sieg in der Overtime.

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Adam Payerl sorgte für die Entscheidung | Archivfoto: Wolfgang Czech

Vor dem Auswärtsspiel beim Schlusslicht aus Nürnberg standen die Augsburger Panther gehörig unter Druck. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie und schwachen Auftritten war am aus den Playoffrängen bis auf den 6. Rang der Südgruppe gerutscht. Gegen die Icetigers musste ein Sieg her. Danach sah es für den AEV, bei dem mit Holzmann und Abbott zwei Spieler nach Verletzungen ihr Comeback gaben, bei Weitem nicht aus.

Schwaches Startdrittel der Panther

Nach einer ereignisarmen Anfangsphase hatte der Ex-Augsburger Schmölz die Franken in Führung gebracht. Die Panther hatten den Angreifer in Überzahl zu frei agieren lassen. Bei den Gästen lief im ersten Drittel nichts zusammen und so war das 2:0 zur Pause absolut verdient. Erneut hatten die Icetigers im Powerplay zugebissen. Adam hatte die Scheibe zwischen Kellers Beine hindurch eingeschoben.

Was für ein Einstand: Doppelpacker McClure jubelt

Die Moral der Rot-grün-weißen aber stimmte an diesem Abend. Mit frischem Schwung kamen sie aus der Kabine zurück Sechs Minuten nach Wiederbeginn konnte Last-Minute-Neuzugang Brad McClure in seinem ersten Spiel unhaltbar für Treutle abfälschen. Weil dies so gut geklappt hatte, legten die Schwaben sogar noch einen nach. In der 36.Spielminute ließen sie den Puck erneut gut durch das Nürnberger Drittel laufen, wieder stand McClure zum Abschluss parat. Augsburg machte aus einem 0:2 ein 2:2, was für ein Einstand für den von den Florida Everglades verpflichteten 27-jährigen Kanadier. Ein Treffer, der wie Balsam auf die Panther-Seelen gewirkt haben sollte, fiel er doch im zuletzt zurecht so stark kritisierten Überzahlspiel.

Ein Zusatzpunkt für den AEV

Bei diesem Unentschieden sollte es auch nach Ablauf der regulären Spielzeit bleiben. Keines der beiden Teams konnte sich in einem von Willen geprägten Schlussdrittel entscheidend in Szene setzen. Die Verlängerung musste den Sieger bringen. Nach knapp vier Minuten sicherte sich der AEV den einen Zusatzpunkt. Nach einem schnellen Angriff kam die Scheibe über Bergman zu Payerl, der die Scheibe unhaltbar im Netz versenkte.

Augsburg beendet damit seine Negativserie, muss aber bereits am Donnerstag nachlegen. Die Panther bekommen es dann im direkten Duell um die Playoff-Ränge mit den Wild Wings aus Schwenningen zu tun (18:30 Uhr). Ein ähnlich schwaches (Start-) Drittel, wie gegen Nürnberg, wird dann sicher zu größeren Problemen führen.

AEV: Keller, Kickert – Haase, Tölzer, Valentine, Rogl, Bergman, Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Eisenmenger, Viveiros, Clarke, Miller Hafenrichter, Abbott, McClure

Tore: 1:0 Schmölz (Adam/Bender) 15., 2:0 Adam (Pollock/Bender) 17., 2:1 McClure (Haase/Sternheimer) 26., 2:2 McClure (Stieler/Abbott) 36., 2:3 Payerl (Bergman/Clarke) 64.

Schiedsrichter: Schukies, Steingroß | Heffner, Wölzmüller Strafzeiten: Nürnberg 6  – Augsburg 10

Zuschauer: keine Zuschauer zugelassen