Für den ESV Kaufbeuren stand am heutigen Dienstagabend ein vorgezogenes Auswärtsspiel vom 18. Spieltag bei den Dresdner Eislöwen auf dem Programm. Die Joker mussten dabei weiter verletzungsbedingt auf Fabian Koziol und Yannik Burghart verzichten. Für den Kooperationspartner EV Füssen in der Oberliga Süd waren derweil die zum ESVK Kader gehörenden Stürmer Max Hops und Leon Sivic sowie Verteidiger Fabian Nifosi im Einsatz. Im Tor der Wertachstädter stand Daniel Fießinger.

Das Spiel brauchte dann gute acht Minuten bis es in Schwung kam. Der ESVK ließ dabei bereits nach zwei Spielminuten ein erstes Powerplay ungenutzt liegen. Nicht nur in der Anfangsphase war hier heute Abend aber zu sehen, dass zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sehr viel Wert auf eine geordnete Defensive legen. Die erste ganz dicke Chance auf einen Treffer hatte in der achten Spielminute Alexander Thiel. Der Kaufbeurer Verteidiger tankte sich nach einem Pass von Max Oswald durch die Defensivreihen der Eislöwen und scheiterte mit seinem Torabschluss an der Schulter von Torhüter Jannick Schwendener. Ein weiterer schneller Angriff der Joker brachte nach elf Minuten Joey Lewis in eine gute Schussposition, seinen Abschluss konnte Janick Schwendener zuerst parieren, im Nachschussversuch wurde Jere Laaksonen dann regelwidrig gestoppt und die Kaufbeurer hatten erneut im Powerplay die Chance auf einen ersten Treffer. Die besten Möglichkeiten hatte dabei zwei Mal Markus Lillich, der einmal mit einen Direktschuss ganz knapp verzog und kurze Zeit später am starken Janick Schwendener im Tor der Eislöwen scheiterte. Die Dresdner hatten dann durch Jussi Petersen in der 13. Spielminute einen ersten richtig gefährlichen Torschuss, welchen ESVK Torhüter Daniel Fießinger aber mit der Maske abwehren konnte. Direkt nach dem anschließenden Bully, hatten die Eislöwen durch Vladislav Filin und Philipp Kuhnekath zwei größere Chancen, aber Daniel Fießinger war zu Stelle. Die Joker waren in der Folge die aktivere und auch optisch wohl überlegene Mannschaft, schaffte es dabei aber leider nicht, richtig gefährlich vor das Tor der Eislöwen zu kommen. Die Dresdner standen in der Defensive wie die Kaufbeurer ebenfalls sehr stabil, einen kleineren Fehler der Eislöwen hätte dann in Spielminute 15 Jere Laaksonen zum Führungstreffer des ESVK nutzen können, aber auch hier war Dresden Schlussmann Janick Schwendener wieder nicht zu überwinden. Kurz vor der Pause versuchte es Jacob Lagacé noch mit einen Schlagschuss von der Außenposition, aber den Versuch des Kanadiers fischte Dresdens Torhüter sicher herunter. So ging es mit einem Spielstand von 0:0 in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel dauerte es wieder ein gute Zeitlang bis sich einer der beiden Mannschaften eine gute Torchance erspielen konnte. Eislöwe Philipp Kuhnekath hatte in der 28. Spielminute bei einem Konter zwei Schussmöglichkeiten. Er scheiterte dabei aber sowohl mit seinen Torschuss wie mit dem Nachschuss an Daniel Fießinger. Zwei Minuten später hatten die Dresdner dann nach einen Fehler in der Kaufbeurer Hintermannschaft nochmals zwei gute Torabschlüsse, fingen sich aber im Gegenzug einen Alleingang von John Lammers ein. Der Top-Scorer der Joker brachte die Scheibe aber nicht an Janick Schwendener vorbei. Die Eislöwen hatten in Person von Vladislav Filin in der 31. Spielminute bei einem Konter ebenfalls eine große Chance, aber Daniel Fießinger entschärfte den Schuss des Eislöwen Stürmers noch gerade so. Als die Joker in der 33. Minute durch Florian Thomas, der nach einen Pass von Philipp Bidoul frei vor dem Tor an Janick Schwendener zwei mal scheiterte, gingen die Hausherren im Gegenzug mit 1:0 in Führung. David Suvanto zog dabei, mit einer Körpertäuschung, von seitlich von der blauen Linie kommend, vor das Tor und traf mit einem platzierten und harten Handgelenkschuss genau unter die Torlatte. Die Sachsen markierten somit den ersten Treffer des Abends. Der ESVK versuchte sofort zu antworten, schaffte es aber trotz vieler Aktionen in der Offensive aber nicht richtig gefährlich vor das Tor der Eislöwen. Auch ihr drittes Powerplay an diesem Abend ließen die Allgäuer dann gegen stark verteidigende Sachsen leider wieder ungenutzt liegen. Danach ging es für die beiden Mannschaften auch in die zweiten Pause.

Der Schlussabschnitt war dann weiter sehr schnell und sehr intensiv geführt. Die Allgäuer kamen dabei ein wenig besser aus der Kabine und Max Oswald hätte nach einem feinen Solo fast den schnellen Ausgleich erzielen können, sein Schuss aber landete mit Hilfe des sehr starken Janick Schwendener leider nur an der Latte. Im anschließenden Wechsel hatte die erste Reihe der Joker um Top-Scorer John Lammers drei gute Chancen auf den ersten Treffer für die Rotgelben, aber Goalie Janick Schwendener und die vielbeinige Abwehr der Eislöwen hatten etwas dagegen. Ein Powerplay der Hausherren nach 45 Minuten verteidigten die Kaufbeurer sehr gut und die beste Chance der Sachsen durch Johan Porsberger entschärfte der erneut bärenstarke Daniel Fießinger. Die Eislöwen hatten nach Ablauf der Strafe gegen die Joker dann wieder etwas mehr vom Spiel. Der ESVK wirkte für ein paar Minuten etwas müde bzw. fahrig und ließ dabei ein paar zu viele Chancen der Gastgeber zu. Daniel Fießinger rettete dabei zwei Mal in höchster Not gegen Adam Kiedewicz und Tom Knobloch sowie später auch noch gegen den sehr auffälligen Vladislav Filin. Damit hielt Daniel Fießinger seine Mannschaft in dieser Phase weiter im Spiel. Die Wertachstädter bliesen dann gut fünf Minuten vor dem Ende zur Schlussoffensive und hatten dabei auch ein paar gute Torabschlüsse, unter anderem von Markus Lillich und Tomas Schmidt. Gute zwei Minuten vor dem Ende nahm ESVK Trainer Marko Raita dann seinen Torhüter vom Eis und ging mit sechs gegen fünf Feldspielern agierend „all in“. Dies sollte belohnt werden. Sebastian Gorcik konnte einen Befreiungsversuch der Eislöwen abfangen, legte die Scheibe blitzschnell zum am langen Pfosten lauernden Joey Lewis und dieser hämmerte die Scheibe mit einem Direktschuss zum 1:1 Ausgleichstreffer in die Maschen.

In der anschließenden Overtime hatten beide Mannschaften je eine gute Chance aufzuweisen, ehe Tomas Andres einen Fehler der Joker in der eigenen Zone zum Siegtreffer ausnutzen konnte.
Insgesamt zeigten die Joker aber wiederum eine starke Auswärtspartie und belohnte sich mit dem Treffer in der Schlussminute eben noch für ihren hohen Aufwand.