Steinmeier mahnt Religionsgemeinschaften zu mehr Friedensbemühungen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Religionsgemeinschaften der Welt zu mehr Friedensbemühungen aufgefordert. „Wir mögen unterschiedlich sein in unserem Glauben. Aber einen muss uns die gemeinsame Haltung: Religion darf niemals Rechtfertigung von Hass und Gewalt sein. Kein Krieg darf geführt werden im Namen der Religion“, sagte Steinmeier am Dienstagmittag bei der Eröffnung der zehnten Weltversammlung der Nichtregierungsorganisation „Religions for Peace“ in Lindau am Bodensee.

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Jedoch sei es möglich, dass Glaube und Religion missbraucht werden könnten – „als Motivation für im Grunde außerreligiöse Intentionen und politische Ziele“, so Steinmeier weiter. Man erlebe bis heute an vielen Stellen der Welt, wie religiöse Gefühle und Überzeugungen und der menschliche Wunsch nach verlässlicher Orientierung in Gewalt gegen Andersgläubige oder sogenannte Ungläubige umschlagen könnten.

Dennoch glaube er, dass Religionen „als wirkmächtige und belastbare Förderer des Friedens einen unverzichtbaren und auch unersetzbaren Dienst an den Menschen leisten“ könnten. „Ohne Frieden können auch die entsprechenden nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen nicht wirklich erreicht werden“, fügte er hinzu. Die Weltkonferenz von „Religions for Peace“ findet vom 20. bis zum 23. August in Lindau am Bodensee statt. Motto der Veranstaltung ist „Caring for Our Common Future – Für unsere gemeinsame Zukunft“.