„Stellen Sie sich vor, wenn heute Bundestagswahl wäre…“ |…würde die AfD in den Bundestag einziehen

„Stellen Sie sich vor, wenn heute Bundestagswahl wäre…“. Diese berühmte Frage stellte das ZDF-Politbarometer auch in diesem Monat und veröffentlichte in dieser Woche die Ergebnisse.

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Projektion: AfD im Aufwind nach der Wahl in Sachsen
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 42 Prozent (plus 1) und die SPD auf unverändert 25 Prozent. Die Linke könnte mit 9 Prozent (unverändert) und die Grünen ebenfalls mit 9 Prozent (minus 1) rechnen. Die FDP bekäme jetzt nur noch 3 Prozent (minus 1) und die AfD 6 Prozent (plus 2). Die anderen Parteien zusammen erzielten 6 Prozent (minus 1). Neben Schwarz-Rot würde es damit auch für Schwarz-Grün reichen, während Rot-Rot-Grün keine Mehrheit zum Regieren hätte. Rechnerisch wäre auch eine Koalition aus CDU/CSU und AfD möglich.

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Projektion:
Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre…| Grafik: ZDF und ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Deutliche Mehrheit gegen Zusammenarbeit von CDU/CSU und AfD
Nur jeder Fünfte (21 Prozent) spricht sich dafür aus, dass sich die CDU/CSU langfristig für eine Zusammenarbeit mit der AfD öffnen soll, 62 Prozent sind dagegen. Besonders deutlich lehnen die Anhänger der CDU/CSU einen Öffnungskurs Richtung AfD ab: Nur 16 Prozent befürworten das, 73 Prozent sprechen sich dagegen aus.

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Sollte sich die CDU/CSU langfristig für eine Zusammenarbeit mit der AfD öffnen? | Grafik: ZDF und ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Weiter Skepsis, dass die AfD langfristig erfolgreich ist
Auch wenn jetzt 29 Prozent (August: 18 Prozent) glauben, dass die AfD langfristig erfolgreich sein wird, erwartet eine Mehrheit von 54 Prozent (August: 64 Prozent) das nicht. Lediglich die Anhänger der AfD sind da überwiegend (88 Prozent) optimistisch.

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Wird die AfD langfristig erfolgreich sein? | Grafik: ZDF und ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Große Zweifel, dass sich die FDP wieder erholt
Nach ihrer Abwahl in Sachsen ist die FDP in keiner Landesregierung mehr vertreten. Auch im Bundestag und in vielen Landtagen ist sie an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Lediglich 27 Prozent glauben, dass sie sich bis zur nächsten Bundestagswahl so weit erholen wird, dass sie den Einzug in den Bundestag wieder schafft, 67 Prozent glauben das nicht.

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Die Kanzlerin ist immer noch die beliebteste deutsche Politikerin.

Top Ten
Weiterhin führt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Liste der nach Ansicht der Befragten wichtigsten zehn Politiker/innen an. Sie erreicht jetzt auf der Skala von +5 bis -5 einen geringfügig verschlechterten Durchschnittswert von 2,5 (Aug.: 2,6). Auf Platz zwei liegt Frank-Walter Steinmeier mit ebenfalls etwas verschlechterten 1,9 (Aug.: 2,1). Danach folgen Wolfgang Schäuble mit unveränderten 1,8, Sigmar Gabriel mit nur noch 1,1 (Aug.: 1,3), Thomas de Maizière mit unveränderten 0,9, Peer Steinbrück mit 0,8 (Aug.: 0,9), Ursula von der Leyen mit deutlich schlechteren 0,6 (Aug.: 0,9), Gregor Gysi mit 0,3 (Aug.: 0,4) und Andrea Nahles mit unveränderten 0,3. Schlusslicht bleibt Horst Seehofer mit 0,2 (unverändert).

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 2. bis 4. September 2014 bei 1179 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 46 Prozent, SPD: 27 Prozent, Linke: 7 Prozent; Grüne: 7 Prozent, FDP: 2 Prozent, AfD: 8 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 26. September 2014. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage auf www.forschungsgruppe.de