Ein halbes Jahr für den Staat, ein halbes Jahr für sich selbst: Nach einer Prognose des Steuerzahlerbunds arbeiten die Bundesbürger erst vom 9. Juli an in die eigene Tasche. Rein rechnerisch sei die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2020 komplett für Steuern und Sozialabgaben draufgegangen, so der Steuerzahlerbund.

Der Berechnung zufolge muss ein durchschnittlicher Haushalt in diesem Jahr mehr als die Hälfte des Einkommens als Steuern und Sozialabgaben an den Staat abführen. Das ist allerdings weniger als im vergangenen Jahr. Grund sei vor allem die Corona-Krise. Bei seinen Prognosen stützt sich der Steuerzahlerbund auf repräsentative Haushaltsumfragen des Statistischen Bundesamtes. Trotzdem sind sie umstritten. Kritiker weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer von gezahlten Steuern und Sozialabgaben auch selbst profitieren.