Die Pläne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zum Einbürgerungsrecht kommen der stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Marie-Agnes Strack-Zimmermann zu schnell. Stattdessen müsse man das „auf lange Sicht machen“, sagte sie den Sendern RTL und ntv.

Die FDP-Politikerin bekräftigte das gemeinsame Ziel der Ampel-Koalition, dass die, die in Deutschland lange leben und arbeiten, schneller integriert werden sollen: „Aber bevor Frau Faeser das zur Chefinnen-Sache macht, sollte sie erst mal dafür Sorge tragen, dass die, die hier illegal sind, die, die möglicherweise auch gesetzlich aufgefallen sind, dass die erst mal ordentlich zurückgeführt werden.“ SPD-Chef Lars Klingbeil hatte die Ampel-Koalition zuvor zu mehr Teamgeist aufgerufen. Die FDP-Politikerin wies diese Forderung zurück. „Wir sind ja nicht verheiratet. Wir sind auch nicht fusioniert. Wir haben unterschiedliche Ansichten. Wir haben auch gemeinsam ein Ziel. Der Weg dahin wird unterschiedlich gesehen und das muss eine Koalition aushalten.“

Klingbeil hatte der Koalition die Note 3+ gegeben. Strack-Zimmermann dazu: „Also die drei ist ja die eins des kleinen Mannes. Ich war als Schülerin dankbar für eine drei+.“

Foto: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, über dts Nachrichtenagentur

Strack Zimmermann Kritisiert Faesers Einbuergerungsplaene