Vor zehn Jahren, am 11.10.2012, ist einer der größten deutschen Fußballer gestorben. Trotz seiner Erfolge und Verdienste erfuhr Helmut Haller allerdings nie die gleiche Wertschätzung wie andere, die die 60er und frühen 70er Jahre prägten.

Denn Haller verbrachte beinahe seine gesamte Karriere in Italien. Den FC Bologna führte er 1964 zur einzigen Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Später spielte er neben Größen wie Dino Zoff, Fabio Capello und Paolo Bettega fünf Jahre bei Juventus Turin. In Deutschland war Haller vor allem wegen seiner fünf Tore bei der Weltmeisterschaft 1966 im Gedächtnis. Neben ihm ging der Stern von Franz Beckenbauer auf. Berühmt wurde Haller als Ball-Dieb von Wembley. Er hatte den Endspiel-Ball mitgenommen. Erst 30 Jahre später gab er ihn anlässlich der Europameisterschaft 1996 den Engländern zurück.

Die größte Tragödie seiner Karriere aber war, dass Haller auf Drängen seiner Frau Italien verließ und fortan in der Zweiten Liga Süd beim FC Augsburg kickte. Kurz nach der Rückkehr in die Heimat ging die Ehe in die Brüche. In der Sportclub Story wird auf ein außergewöhnliches Fußballer-Leben, in dem Helmut Haller bekennt, er hätte sein Paradies Italien nie verlassen dürfen, zurückgeblickt.