In München ereignete sich in der Nacht zum Dienstag ein Vorfall, bei dem ein 34-jähriger Mann einem 54-Jährigen eine Weinflasche auf den Kopf schlug. Der Angegriffene erlitt eine Platzwunde. Die Bundespolizei konnte den Verdächtigen noch am Tatort festnehmen, und er soll dem Haftrichter vorgeführt werden.
Die beiden Männer hielten sich im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs auf, als es zu dem Angriff kam. Der Verletzte bemerkte erst durch das Bluten, dass er getroffen worden war. Ein bisher nicht identifizierter Zeuge alarmierte den Rettungsdienst, der erste Hilfe leistete und die Bundespolizei informierte. Der Angreifer verließ den Tatort, konnte aber bald darauf im Rahmen der Fahndung geschnappt werden. Ein Sanitäter, der den Verdächtigen zuvor fotografierte, trug maßgeblich zur Identifizierung bei. Der Verletzte wollte sich nicht ins Krankenhaus bringen lassen, sodass er und der Angreifer zur weiteren polizeilichen Bearbeitung zur Dienststelle gebracht wurden. Alkoholtests ergaben, dass beide stark alkoholisiert waren. Beide Männer gehören zum Obdachlosenmilieu. Die Staatsanwaltschaft entschied, dass nach einer Blutentnahme der Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt wird. Videoaufzeichnungen bestätigten den Tatvorwurf. Der Verletzte wurde nach Beendigung der Maßnahmen entlassen, während der Angreifer in die Haftanstalt überstellt wurde.

