Am Sonntagabend, den 21. September, endete die Heimreise von zwei Wiesnbesuchern in München mit Strafanzeigen aufgrund eines handgreiflichen Streits in einem Regionalzug. Die Bundespolizei, die am Münchner Hauptbahnhof im Einsatz war, berichtete über den Vorfall, der sich in einem Zug nach Nürnberg ereignete.
Sitzplatzstreit eskaliert im Regionalzug
Die Auseinandersetzung begann gegen 21:20 Uhr im abfahrbereiten Regionalexpress RE1 am Münchner Hauptbahnhof. Eine 31-jährige Kanadierin hatte ihr Gepäck auf einem benachbarten Sitz abgestellt, was zu einem Konflikt mit einem 48-jährigen Deutschen aus Ingolstadt führte, der den Platz beanspruchen wollte. Das Gepäck wurde nicht schnell genug entfernt, woraufhin der Ingolstädter Reisende “abfällig” wurde. Die Kanadierin wollte daraufhin den Platz verlassen, bezeichnete ihren Gegenüber allerdings zuvor als “Rassisten”.
Körperliche Auseinandersetzung wird von Bundespolizei beendet
Der Streit eskalierte schnell: Der alkoholisierte Mann griff die Frau körperlich an, indem er sie in den Sitz bzw. gegen das Zugfenster drückte. Die Kanadierin wehrte sich, indem sie dem Angreifer eine PET-Flasche in den Nacken schlug. Die herbeigerufenen Beamten der Bundespolizei konnten die Streitenden trennen. Beide Beteiligten erhielten Strafanzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung, klagten jedoch jeweils nur über leichte Schmerzen und benötigten keine medizinische Versorgung.
Bahnreisende werden zur Rücksichtnahme aufgefordert
Als Folge des Streits verzögerte sich die Abfahrt des RE1, und beide Reisende konnten ihre Heimfahrt nur verspätet fortsetzen. Die Bundespolizei weist darauf hin, während des anhaltenden Münchner Oktoberfestes Sitzplätze nicht mit Gepäck zu blockieren, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden.

