Studie: 15 Milliarden Euro weniger Bruttoinlandsprodukt pro Woche

Der aktuelle Wirtschaftseinbruch nimmt in Deutschland laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey dramatische Dimensionen an: In der Woche ab dem 20. April ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Rechnung der Berater um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert geschrumpft, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Das entspricht einem Rückgang von 15 Milliarden Euro pro Woche. In jener Woche wurde eine Wirtschaftsleistung von 43 Milliarden Euro erzielt, 2019 waren es im Schnitt 58 Milliarden Euro.

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Allein das produzierende Gewerbe, vor allem die Autoindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau, trug mit einem Nachfrage-Minus von vier Milliarden Euro dazu bei. Verloren haben auch das Gesundheits- und Sozialwesen (1,6 Milliarden Euro), der Großhandel (1,1 Milliarden Euro), die Hotellerie und Gastronomie (0,9 Milliarden Euro) sowie Kunst und Unterhaltung (0,8 Milliarden Euro). Für das zweite Quartal erwartet das McKinsey-Global-Institute ein Schrumpfen der Wirtschaft um 10 bis 14 Prozent, auf das Jahr rechnen die Berater mit einem BIP-Verlust von fünf bis zehn Prozent. Falls Deutschland die Krise nutzt und seine Volkswirtschaft mit digitalen Geschäftsmodellen und Automatisierung erneuert, dauert es laut McKinsey bis 2028, bis das Land wieder den Wachstumspfad erreicht, den es ohne Krise gegangen wäre. Andernfalls, warnt Deutschland-Chef Cornelius Baur, sei eine Rückkehr „in diesem Jahrzehnt nicht mehr machbar“.