Die Mitarbeiterbindung bleibt in der Coronakrise in Deutschland auf einem niedrigen Niveau. Das ist ein Ergebnis des diesjährigen Engagement Index des Beratungsunternehmens Gallup, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) in Teilen vorab berichten. Laut einer Umfrage unter Beschäftigten in Deutschland hätten 14 Prozent der Befragten keine emotionale Bindung mehr zu ihrem Arbeitgeber und innerlich bereits gekündigt.

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Im Vorjahr hatte der Wert bei 15 Prozent gelegen. Aufgrund von Produktivitätseinbußen beziffert Gallup den wirtschaftlichen Schaden durch die niedrige Mitarbeiterbindung auf 92,9 bis 115,1 Milliarden Euro pro Jahr. 69 Prozent der Befragten gaben eine geringe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber an, 17 Prozent eine hohe emotionale Bindung.

„Eine hohe emotionale Bindung hat Einfluss auf die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“, sagte Marko Nink, Director of Research & Analytics EMEA von Gallup, den Funke-Zeitungen. Motivierte Mitarbeiter lieferten eine höhere Qualität, hätten geringere Fehlzeiten sowie weniger Arbeitsunfälle und wechselten seltener den Arbeitgeber. Die Ergebnisse würden nahelegen, dass es nur ein kleiner Teil der Führungskräfte verstehe, die Bedürfnisse der Beschäftigten am Arbeitsplatz zu adressieren. „Dazu gehören beispielsweise vermeintlich einfache Dinge wie Zuhören, Feedback geben und die fachliche und persönlichen Entwicklung zu begleiten“, sagte Nink. Dabei sind auch Teamevents, Teambekleidung und andere teambildende Maßnahmen eine einfache Methode, um die Zusammengehörigkeit zu stärken.

Für die Studie wurden 1.500 Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.