Studie: Pandemie erhöht Nachfrage bei Einfamilienhäusern

Die Corona-Pandemie beflügelt die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Umland der Städte. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Online-Immobilienmarktplatzes „ImmoScout24“, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten. Demnach ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern am Stadtrand in den fünf größten Städten zwischen Februar 2020 und Juni 2021 um 58 Prozent angestiegen.

Studie Pandemie Erhoeht Nachfrage Bei EinfamilienhaeusernEinfamilienhaussiedlung mit Solarpark, über dts Nachrichtenagentur

Auch außerhalb der Metropolen ist der Effekt der Studie zufolge spürbar, hier wurden 52 Prozent mehr Kontaktanfragen nach Häusern im Grünen gestellt. Besonders begehrt ist der Wunsch nach einem Eigenheim außerhalb der Innenstadt demnach in der Hauptstadt: In Berlin stieg die Nachfrage nach Einfamilienhäusern am Stadtrand um 80 Prozent an. Aber auch Hamburg (76 Prozent) und München (71 Prozent) erlebten eine deutlich gestiegene Nachfrage. Mit der gestiegenen Nachfrage gingen auch höhere Kaufpreise einher. Laut ImmoScout24-Auswertung schnellte der durchschnittliche Angebotspreis am Berliner Stadtrand um 22 Prozent in die Höhe – von 2479 Euro im Februar 2020 auf 3027 Euro pro Quadratmeter im Juni 2021. In der Stadt selbst kletterten die Angebotspreise um acht Prozent auf 5.645 Euro pro Quadratmeter. Immer teurer wird es der Auswertung zufolge in München. Im Speckgürtel der bayerischen Landeshauptstadt stiegen die Angebotspreise um acht 15 Prozent auf 7.162 Euro pro Quadratmeter. In der Stadt selbst wird der Quadratmeter durchschnittlich für 9756 Euro angeboten – und damit für acht Prozent mehr als noch vor eineinhalb Jahren. „Der Wunsch nach mehr Platz und einem Garten ist offensichtlich eine Folge der Lockdown-Erfahrungen“, sagte ImmoScout24-Geschäftsführer Thomas Stroeter den Funke-Zeitungen.