Sturgeon: Johnson hat „kein Mandat“ für EU-Austritt Schottlands

Nach dem Wahlsieg der Conservative Party in Großbritannien hat die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon das damit verbundene Votum für den Brexit „mit Bedauern“ zur Kenntnis genommen. Der britische Premierminister Boris Johnson habe aber „überhaupt kein Mandat, um Schottland aus der EU zu führen“, sagte Sturgeon am Freitagnachmittag in Edinburgh. Es sei „ohne jeden Zweifel“ klar, dass „die Art der Zukunft, die von der Mehrheit der Schotten ersehnt wird“, sich sehr von derjenigen unterscheide, die von dem Rest des Vereinigten Königreichs gewählt worden sei, so die schottische Regierungschefin weiter.

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Schottland habe die Tories und Johnson abgelehnt. „Einmal mehr haben wir Nein zum Brexit gesagt“, sagte Sturgeon. Die „überwältigende Mehrheit“ der schottischen Bevölkerung wolle in der Europäische Union bleiben.

Dieses Urteil sei bereits mit dem Referendum in 2016 gefällt worden. Zudem sei es bei der Unterhauswahl am Donnerstag „ausdrücklich bestätigt“ worden, so die schottische Regierungschefin weiter. Es sei an der Zeit, dass der britische Premierminister anfange zuzuhören.